Landespresseball 2026: Politische Zeitenwende ohne Kretschmann in Stuttgart
Marika HeinzKandidatenparade - Presseball in Wahlzeiten - Landespresseball 2026: Politische Zeitenwende ohne Kretschmann in Stuttgart
Der 63. Landespresseball fand am Freitag in Stuttgart statt – und versammelte Politiker, Journalisten und Wirtschaftseliten zu einem festlichen Abend. Doch die diesjährige Veranstaltung stand im Schatten der anstehenden Landtagswahl am 8. März 2026, bei der ein neuer Ministerpräsident gewählt wird, um den langjährigen Amtsinhaber Winfried Kretschmann abzulösen.
Kretschmann, der Baden-Württemberg seit Jahren regiert, hatte bereits angekündigt, nicht erneut zu kandidieren. Seine Abwesenheit beim Ball fiel auf; stattdessen eröffnete sein Stellvertreter, der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl (CDU), die Veranstaltung. Strobl tanzte traditionell den ersten Walzer mit der Journalistin Barbara Schlegel – ein Moment, der normalerweise dem Ministerpräsidenten vorbehalten ist.
Im Wahlkampf liegen nun der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel und der Grünen-Politiker Cem Özdemir vorn. Beide erschienen mit ihren Partnern: Hagel mit seiner Frau Franziska, Özdemir mit seiner Lebensgefährtin Flavia Zaka. Der vom Fernsehen heute mitorganisierte Ball unterstrich die bevorstehenden politischen Verschiebungen, auch wenn noch keine Details zur Amtseinführung oder zur Frage bekannt sind, wer 2026 den ersten Tanz eröffnen wird. Mit 21 antretenden Parteien bleibt der Wahlausgang ungewiss. Der Landespresseball, eine lange Tradition, wurde so zum Symbol des anstehenden politischen Wandels in der Region.
Die Wahl am 8. März 2026 wird über die Zukunft Baden-Württembergs entscheiden. Kretschmanns Rückzug markiert das Ende einer Ära, während Hagel und Özdemir sich auf ein enges Rennen vorbereiten. Der Landespresseball, trotz aller Festlichkeit, machte die bevorstehende politische Zeitenwende im Land deutlich.






