24 December 2025, 08:38

Konferenz diskutiert Wasserstofftechnologien und ihre Einführung in Ulm

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Konferenz diskutiert Wasserstofftechnologien und ihre Einführung in Ulm

Große Wasserstoffkonferenz in Ulm: Strategien für den regionalen Hochlauf der Technologie

In Ulm fand am Donnerstag eine bedeutende Wasserstoffkonferenz statt, die Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Forschung zusammenbrachte. Die unter dem Titel „Strategien für einen erfolgreichen regionalen Wasserstoff-Hochlauf“ stehende Veranstaltung hatte zum Ziel, die wirtschaftliche Dekarbonisierung voranzutreiben und Wasserstoff in den industriellen Alltag zu integrieren. Organisiert wurde sie vom Verein H2-Wandel und IVECO Deutschland AG, wobei sowohl Herausforderungen als auch Chancen bei der Skalierung der Technologie thematisiert wurden.

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Die Konferenz fand im Ulmer Rathaus statt und war Teil des „Regionalen Wasserstoff-Fachdialogs“ – einer Initiative der Plattform H2BW und des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen praxisnahe Lösungen, regionale Bedürfnisse sowie die Hindernisse auf dem Weg zur Wasserstoffnutzung. Unternehmen wie IVECO Deutschland AG, EKPO Fuel Cell Technologies GmbH und SCHWENK Zement GmbH & Co. KG berichteten in den Fachsitzungen über ihre Erfahrungen.

Ein zweiter, öffentlich zugänglicher Teil folgte im IVECO Experience Center im Donaltal. Dort gab es eine kleine Ausstellung zu Wasserstoffinnovationen und Fachwissen. Die Teilnehmer erkundeten, wie die Technologie in der Praxis eingesetzt werden kann. Michael Bächler, Geschäftsführer von H2-Wandel, betonte das wirtschaftliche Potenzial einer frühzeitigen Wasserstoffentwicklung. Lokale Produktion und Export dieser Technologien könnten seiner Ansicht nach tiefgreifende Wertschöpfungsketten für Unternehmen schaffen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher pflichtete dem bei und lobte die starke branchenübergreifende Beteiligung. Er forderte zuverlässige politische Rahmenbedingungen und eine engere Zusammenarbeit, um Wasserstoffanwendungen zur Marktreife zu führen. Die Ergebnisse der Konferenz werden in einem parteiübergreifenden Positionspapier zusammengefasst, das anschließend politischen Entscheidungsträgern vorgelegt wird, um künftige Richtlinien zu prägen.

Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Industrie, Regierung und Forschung, um die Wasserstofftechnologie voranzubringen. Ein Folgepositionspapier wird zentrale Empfehlungen für den Ausbau des Sektors formulieren. Die Organisatoren hoffen, damit den Wandel Baden-Württembergs hin zu einer wasserstoffbasierten Wirtschaft zu beschleunigen.