20 June 2026, 00:20

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenzonen gegen Crack-Krise in Großstädten

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern legale Drogenzonen gegen Crack-Krise in Großstädten

Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des Handels mit harten Drogen in kontrollierten Räumen ein. Sie sind überzeugt, dass dies die Kriminalität verringern und die Belastung für öffentliche Plätze mindern könnte. Der Vorstoß zielt auf das wachsende Problem der Crackabhängigkeit in deutschen Großstädten ab.

Crack hat Heroin als die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Städten wie Hamburg, Berlin und Köln überholt. Torsten Burmester, Kölner Oberbürgermeister, wies auf die dramatischen Zustände am Neumarkt hin, der sich zu einem zentralen Treffpunkt für Abhängige entwickelt hat. Suchtkranke würden oft in der Öffentlichkeit rauchen und Hauseingänge als Toiletten zweckentfremden, so Stephan Keller, Düsseldorfer Oberbürgermeister.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Keller und Burmester fordern speziell ausgewiesene Zonen, in denen der kleinteilige Drogenhandel geduldet werden soll. Ihr Konzept sieht medizinisch betreute Einrichtungen vor, in denen Abhängige begrenzte Mengen kaufen und verkaufen könnten. Zudem streben die Oberbürgermeister klare rechtliche Rahmenbedingungen an, um Grauzonen für das Personal zu vermeiden.

Im Mai hatten sie sich in einem Schreiben an den nordrhein-westfälischen Justizminister Benjamin Limbach gewandt und um eine rechtliche Prüfung gebeten. Keller verwies darauf, dass die Abhängigkeit zu aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution führe. Beide Oberbürgermeister hoffen, dass eine Legalisierung diese Probleme eindämmen wird.

Ziel des Vorschlags ist es, sichere und regulierte Räume für den Drogenhandel zu schaffen. Damit sollen die öffentliche Belästigung und die mit Sucht verbundene Kriminalität bekämpft werden. Nun warten die Oberbürgermeister auf eine Antwort des Landesjustizministers.

Quelle