20 June 2026, 14:14

Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Geldmangels

Finanzielle Engpässe und Gegenwinde

Kinder- und Jugendarbeit in Gefahr: VKJH droht die Schließung wegen Geldmangels

Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) steht vor einer möglichen Schließung aufgrund chronischer Unterfinanzierung. Die Zentrale des Verbands kämpft seit Langem mit finanzieller Instabilität und kann die grundlegenden Verwaltungskosten nicht mehr decken. Nun erhöht die Bildungsbehörde der Stadt den Druck, indem sie damit droht, die Jugendombudsstelle des VKJH, OHA! Verstärker für Kinder- und Jugendrechte, abzubauen.

Der VKJH beschäftigt 90 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 150 freiberufliche Kräfte in seinen verschiedenen Bereichen. Doch die Zentrale erhielt nie ausreichende Mittel, um ordnungsgemäß arbeiten zu können. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, bräuchte die Organisation jährlich zusätzliche 120.000 Euro – unter anderem für eine Geschäftsführung und eine administrative Stelle.

Die OHA!-Stelle leistet seit ihrer Gründung 2021 wichtige Arbeit und führt jährlich rund 300 Beratungen durch. Dennoch plant die Bildungsbehörde, die Aufgaben der Jugendombudsstelle mit einer neuen Stelle für Kitaträger zusammenzulegen und die Ausschreibung neu aufzusetzen. Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat Bedenken gegen dieses Vorgehen und dessen mögliche Folgen geäußert.

Falls bis Ende Juni keine finanzielle Lösung gefunden wird, erwägt der VKJH, seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte auf die örtlichen Bezirke zu übertragen. Die Bildungsbehörde hat die Schwierigkeiten des Verbands zwar anerkannt, hält aber an ihren Plänen für die Neuausschreibung fest.

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Das Überleben des VKJH steht damit auf dem Spiel. Ohne zusätzliche Mittel oder eine Einigung mit der Bildungsbehörde könnte sich die Organisation auflösen müssen. Der Verlust ihrer Angebote würde Hunderten von jährlichen Beratungen und zahlreichen Gemeinschaftsprojekten schwer zusetzen.

Quelle