20 June 2026, 14:14

Kasseler Kneipe als Fälscherwerkstatt: Dreieinhalb Jahre Haft für COVID-Impfpass-Betrug

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Kasseler Kneipe als Fälscherwerkstatt: Dreieinhalb Jahre Haft für COVID-Impfpass-Betrug

Ein Gericht hat zwei Angeklagte wegen ihrer Beteiligung an einem großangelegten Fälschungsring für COVID-19-Impfpässe zu jeweils etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die kriminelle Operation hatte ihren Sitz in einer Kneipe in der Nähe von Kassel, in der das Duo auch politische Treffen der örtlichen AfD veranstaltete.

Die Angeklagten betrieben die Gaststätte auf dem Gelände einer ehemaligen Militärkaserne in Kassel. Das Lokal diente zugleich als Kantine für Soldaten und als Veranstaltungsort für AfD-„Stammtische“.

Im Keller der Kneipe richteten sie eine Werkstatt zur Fälschung von Impfpässen ein. Die Polizei entdeckte später fast 1.000 leere gelbe Impfausweise, 12 gestohlene Stempel von Impfzentren sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe an dem Ort.

Zwischen August und Dezember 2021 verkauften sie mindestens 6.000 gefälschte Impfpässe. Jedes Dokument kostete 50 Euro, was einen Gesamtgewinn von 285.400 Euro einbrachte. Die Angeklagten gaben zu, 8.000 leere Impfausweise erworben zu haben, behaupteten jedoch, sie hätten vorgehabt, diese auf eBay für nur einen Euro mehr als den Einkaufspreis weiterzuverkaufen.

Das Gericht stellte fest, dass etwa 3.200 Käufer den Fälschungsprozess vollständig durchlaufen hatten. Es verurteilte das Duo wegen Beihilfe zur Urkundenfälschung und Steuerhinterziehung.

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Die Richter verhängten gegen jeden der Angeklagten eine Haftstrafe von etwa dreieinhalb Jahren. Das Urteil beendet einen Fall, der mit weitverbreitetem Betrug in Verbindung mit einem bekannten örtlichen Betrieb steht. Das kriminelle Netzwerk erzielte erhebliche illegale Gewinne, bevor die Behörden einschritten.

Quelle