02 February 2026, 04:22

Karlsruher SC: Drei Fanbetreuer beenden Rechtsstreit mit Geldauflagen und Spenden

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer belebten Stadtstraße mit Gebäuden auf beiden Seiten und einem Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Die Schlacht von Stuttgart" unten.

Pyro-Skandal: Prozess gegen Fanprojekt-Trio eingestellt - Karlsruher SC: Drei Fanbetreuer beenden Rechtsstreit mit Geldauflagen und Spenden

Drei Mitarbeiter des Fanprojekts des Karlsruher SC haben ihren Rechtsstreit durch die Zahlung von Geldstrafen beigelegt und damit weitere strafrechtliche Verfolgung abgewandt. Der Konflikt hatte seinen Ursprung in einem Pyro-Vorfall während eines Spiels im November 2022, bei dem elf Personen verletzt worden waren. Ihre Weigerung, vor Gericht auszusagen, hatte zuvor zu Verurteilungen wegen versuchter Justizbehinderung geführt.

Der Fall begann, nachdem die drei Sozialarbeiter sich geweigert hatten, mit den Ermittlern nach dem Pyro-Skandal beim Spiel Karlsruher SC gegen den FC St. Pauli zusammenzuarbeiten. Sie begründeten dies damit, dass eine Aussage das Vertrauensverhältnis zwischen Fans und Betreuungskräften zerstören würde. 2023 verurteilte ein Gericht die drei wegen versuchter Justizbehinderung zu Geldstrafen.

Während der Berufungsverhandlung schlugen die Verteidiger einen Vergleich vor: die Einstellung des Verfahrens gegen Spenden an gemeinnützige Organisationen. Der vorsitzende Richter Peter Stier unterstützte den Vorschlag, und auch die Staatsanwaltschaft stimmte zu. Die drei Angeklagten werden nun jeweils 3.150, 1.500 und 2.022 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Ihr Anwaltsteam betonte, dass es sich dabei nicht um ein Schuldeingeständnis handle, sondern um einen Schritt, um das Verhältnis zur Justiz zu verbessern.

Der Vorfall hatte bundesweit Faninitiativen dazu veranlasst, umfassendere rechtliche Schutzmechanismen für Sozialarbeiter in der Fanbetreuung zu fordern. Bisher gab es jedoch seit Beginn des Falls keine Änderungen beim Zeugnisverweigerungsrecht in diesem Bereich.

Mit dem Vergleich endet der juristische Streit für die drei Mitarbeiter, auch wenn die ursprünglichen Verurteilungen weiterhin im Register vermerkt bleiben. Fanorganisationen setzen sich weiterhin für klarere rechtliche Absicherungen in der Sozialarbeit ein, doch konkrete politische Änderungen stehen noch aus. Die Spenden fließen nun in gemeinnützige Zwecke – damit schließt sich vorerst ein Kapitel in diesem Konflikt.

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