12 June 2026, 22:21

Kai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 kritischen Tagen

Die Countdown ist aktiv

Kai Wegners Zukunft als Berlins Bürgermeister hängt an 100 kritischen Tagen

Die Berliner CDU hat Kai Wegner auf ihrem Landesparteitag am Dienstagabend erneut als Spitzenkandidaten für die anstehende Wahl bestätigt. Eine ernsthafte Alternative zu seiner Ablösung gab es nicht.

Wegner wurde 2023 nach einem Sieg über den SPD-Kandidaten Raed Saleh regierender Bürgermeister. Saleh hatte ihn einst in einer Strategiesitzung als „den einsamen Kai“ abgetan. Wegners Aufstieg folgte auf einen Wahlsieg trotz zunächst schlechter Umfragewerte – ein Punkt, den er in diesem Wahlkampf immer wieder betont.

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Seine aktuelle Amtszeit könnte in 100 Tagen enden, am 20. September. Wird ein neuer Regierungschef gewählt, wäre seine Zeit als Bürgermeister effektiv bis Dezember vorbei. Selbst wenn die CDU am Wahlabend aus einer Koalition ausgeschlossen würde, bliebe Wegner zunächst geschäftsführend im Amt.

Kritik an seiner Krisenbewältigung hat in letzter Zeit zugenommen. Dazu zählen ein großflächiger Stromausfall, winterliche Glättegefahren und ein Subventionsskandal. Auch die rasche Ernennung eines neuen Staatssekretärs für Digitalisierung stieß auf Skepsis.

Eine Wahlniederlage würde voraussichtlich das Ende seiner Zeit als regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender Berlins bedeuten. Bisher hält die CDU an Wegner als Kandidat fest. Seine politische Zukunft hängt vom Wahlausgang und den anschließenden Koalitionsverhandlungen ab. Eine Niederlage würde das Aus für seine Führung in Regierung und Partei markieren.

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