07 May 2026, 06:18

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streikfolgen

Logo des 48. Versorgungsgeschwader mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern und einem weißen Banner mit der Aufschrift "Versorgungsgeschwader" in blau, alles von einem weißen Rand und schwarzem Text umgeben.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streikfolgen

Jungheinrich meldet deutlichen Rückgang der Quartalsgewinne

Der Hamburger Staplerhersteller verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang des EBIT um 50 Prozent. Ein längerer Streik im Werk Lüneburg spielte dabei eine zentrale Rolle, da er die Produktion bremste und die Kosten in die Höhe trieb. Gleichzeitig drückten der harte Wettbewerb im Bereich Materialfluss und Lagertechnik die Margen zusätzlich.

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Heike Wulff, Finanzvorständin des Unternehmens, verlässt Jungheinrich früher als geplant – nach einer einvernehmlichen Lösung mit dem Aufsichtsrat. Ihr ursprünglich bis 2026 laufender Vertrag wird nicht verlängert. Damit bleibt die Position der CFO vorerst unbesetzt, ein dauerhafter Nachfolger steht noch nicht fest.

CEO Lars Brzoska übernimmt die Finanzagenden kommissarisch und wird den Bereich leiten, bis eine Nachfolge gefunden ist. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der Börsenwert von Jungheinrich seit Ende 2025 um fast 30 Prozent auf etwa 2,6 Milliarden Euro gesunken ist.

Das Unternehmen bleibt weiterhin in der Hand der Gründerfamilie. Die 54 Millionen stimmberechtigten Stammaktien – das entspricht 53 Prozent des Gesamtkapitals – sind zu gleichen Teilen auf die Familien der beiden Töchter Friedrich Jungheinrichs aufgeteilt und werden nicht öffentlich gehandelt. Die verbleibenden 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien sind im MDAX notiert und befinden sich im Besitz externer Investoren.

Jungheinrich steht nun vor der Herausforderung, die Gewinne zu stabilisieren, während gleichzeitig Führungswechsel anstehen. Die vorübergehende Finanzverantwortung durch Brzoska dauert an, bis ein neuer CFO gefunden ist. Mit der weiterhin fest verankerten Familieneigentümerschaft muss das Unternehmen in den kommenden Monaten sowohl operative Rückschläge als auch Marktdruck bewältigen.

Quelle