Junge Union fordert Rentendeckel – um BAföG und Elterngeld zu retten
Karl-Friedrich WielochJunge Union fordert Rentendeckel – um BAföG und Elterngeld zu retten
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union (CDU), hat die Bundesregierung aufgefordert, die geplante Rentenanpassung zu verringern. Sein Argument: Eine geringere Erhöhung würde die Inflation dennoch übersteigen und gleichzeitig Milliarden für andere Prioritäten freimachen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Debatten über die Finanzierung von BAföG-Förderungen und Elterngeldleistungen an Fahrt aufnehmen.
In einem Interview mit der Bild am Sonntag kritisierte Winkel den aktuellen Kurs der Regierung. Er verwies darauf, dass der Koalitionsvertrag bereits Erhöhungen für Renten, BAföG-Zuschüsse und Elterngeld festgeschrieben habe. Nun aber plant die Regierung, die BAföG-Erhöhung zu streichen und das Elterngeld zu kürzen – statt die Rentenerhöhung anzupassen.
Winkel schlug vor, die Rentenerhöhung auf drei Prozent zu begrenzen. Damit bliebe sie über der Inflationsrate, während rund fünf Milliarden Euro eingespart würden. Das freiwerdende Geld solle seiner Meinung nach in die Anpassung des BAföG-Wohnkostenzuschusses fließen. Zudem ließen sich so Kürzungen beim Elterngeld vermeiden.
Er forderte die Verantwortlichen auf, sich „im Interesse der jüngeren Generation zusammenzureißen“. Sein Plan zielt darauf ab, die Unterstützung für Rentner mit einer gerechteren Finanzierung für Studierende und Familien in Einklang zu bringen.
Der Vorschlag der Jungen Union sieht vor, das Rentenwachstum auf drei Prozent zu deckeln. Dadurch könnten Studienförderungen und Elterngeld vor Kürzungen bewahrt werden. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu Winkels Forderung nach einer überarbeiteten Finanzierungsstrategie geäußert.






