30 January 2026, 13:22

Junge Union fordert radikale Rentenreform mit Inflationsbindung und späterem Eintrittsalter

Ein Plakat mit einem Ablaufdiagramm namens "Leistungen und Dienstleistungen für einkommensschwache Personen", das verschiedene Arten von Gesundheitsdienstleistern und ihre Dienstleistungen für Krebspatienten zeigt, darunter Medicare, Medicaid und Sozialversicherung, mit einer Legende, die jeden Abschnitt erklärt.

Junge Union will Anreize für Frühverrentung reduzieren und Krankentage einführen - Junge Union fordert radikale Rentenreform mit Inflationsbindung und späterem Eintrittsalter

Die Junge Union (JU) hat im Vorfeld des CDU-Parteitags im Februar ein ehrgeiziges Reformpaket für Renten und Gesundheitswesen vorgestellt. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Berechnung von Rentenbezügen, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die medizinische Versorgung grundlegend zu reformieren. Die Organisation betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um die langfristige Finanzstabilität zu sichern.

Im Rahmen des Rentenkonzepts der JU sollen künftige Erhöhungen an die Inflation statt an die Lohnentwicklung gekoppelt werden. Dieser Schritt würde laut der Gruppe helfen, die steigenden Kosten zu begrenzen. Zudem soll das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gebunden werden – die bisherige Regelung "Rente mit 63" würde damit entfallen, außer in Härtefällen.

Um vorzeitige Renteneintritte unattraktiver zu machen, schlägt die JU vor, die Abschläge für langjährige Beitragszahler, die vor dem regulären Renteneintrittsalter aus dem Berufsleben ausscheiden, zu verdoppeln. Darüber hinaus fordert sie ein gestuftes Beitragssystem, bei dem Eltern mit mehreren Kindern weniger in die Rentenkasse einzahlen müssten.

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Im Gesundheitsbereich setzt sich die JU für eine Stärkung der ambulanten Versorgung anstelle von Krankenhausaufenthalten ein. Dies würde, so die Argumentation, die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung senken. Zudem regt die Gruppe an, die Lohnfortzahlung in den ersten Krankheitstagen zu reduzieren, um die finanzielle Belastung der Arbeitgeber zu verringern.

Des Weiteren verlangt die JU stärkere Anreize für betriebliche Altersvorsorge und eine Ausweitung der staatlich geförderten Riester-Rente für frühe Einzahler. Um die Haushaltsdisziplin zu stärken, fordert sie die sofortige Wiedereinführung – und sogar Verdopplung – des Nachhaltigkeitsfaktors, der übermäßige Rentensteigerungen begrenzt.

Die Vorschläge der JU werden auf dem CDU-Parteitag im Februar beraten. Sollten sie angenommen werden, würden sie die Renten-, Gesundheitsfinanzierungs- und Krankengeldpolitik grundlegend verändern. Die Organisation hält diese Schritte für unverzichtbar, um die öffentlichen Finanzen langfristig zu sichern.