05 June 2026, 18:47

"Junge Freiheit": Vom Fahrradkarton zur umstrittenen Medienmacht in 40 Jahren

Unangenehme Fragen an Dieter Stein, Chef von JUNGEN FREIHEIT

"Junge Freiheit": Vom Fahrradkarton zur umstrittenen Medienmacht in 40 Jahren

Die deutsche Zeitung Junge Freiheit (JF) ist seit fast vier Jahrzehnten eine polarisierende Größe im Medienlandschaft. 1986 von Dieter Stein gegründet, startete sie als kleines Blatt mit nur 400 Exemplaren, entwickelte sich aber zu einer Plattform, die linken Einfluss infrage stellt. Im Laufe der Jahre sah sie sich immer wieder kritischen Blicken ausgesetzt – darunter auch der Observation durch den deutschen Inlandsgeheimdienst wegen Extremismusvorwürfen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Dieter Stein ins Leben gerufen hatte, um dem zu begegnen, was er als linke Vorherrschaft an Universitäten und in der Presse wahrnahm. Die erste Ausgabe, 1986 gedruckt, war bescheiden: Stein transportierte die Exemplare in einem Pappkarton, der auf seinem Fahrrad festgeschnallt war. Die frühen Jahre der Zeitung waren in Freiburg verwurzelt, später zog sie nach Berlin um – noch vor dem Regierungsumzug in die wiedervereinte Hauptstadt.

1995 spitzte sich die Lage zu, als Steins Auto vor dem Redaktionsgebäude in Brand gesteckt wurde. Der Vorfall unterstrich den umstrittenen Ruf des Blattes. In den 2000er-Jahren nahm das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Junge Freiheit ins Visier und beobachtete sie wegen des Verdachts auf rechtsextreme Tendenzen. Einige Leser berichteten sogar, sie hätten den Eindruck gehabt, ihre Telefone würden abgehört – allein weil sie das Blatt abonniert hatten.

Stein verteidigte stets die Haltung der Zeitung, etwa ihre Unterstützung für Landesverteidigung und Wehrpflicht in Krisenzeiten. Zum 40-jährigen Jubiläum sah er sich jedoch auch kritischen Fragen seiner eigenen Social-Media-Redaktion zur Ausrichtung des Blattes gegenüber. Trotz hartnäckiger Gerüchte wies er wiederholt Vorwürfe zurück, die Junge Freiheit erhalte Gelder von der AfD.

Von bescheidenen Anfängen bis zur nationalen Aufmerksamkeit bleibt die Junge Freiheit eine spaltende Kraft im deutschen Medienbetrieb. Ihre Geschichte ist geprägt von juristischen Auseinandersetzungen, Vandalenakten und anhaltenden Debatten über politische Verstrickungen. Ihre Zukunft wird voraussichtlich weiter für Diskussionen sorgen, solange sie ihre unnachgiebige Position im öffentlichen Diskurs beibehält.

Quelle