09 January 2026, 04:46

Julia Ruhs wechselt zu *Bild* – und wirft dem NDR Zensur vor

Eine Zeitung mit darauf gedrucktem Text.

Julia Ruhs wechselt zu *Bild* – und wirft dem NDR Zensur vor

Die Journalistin Julia Ruhs übernimmt eine neue Rolle als Kolumnistin bei der Bild, wo sie in ihrer zweimal monatlich erscheinenden Rubrik Mein Standpunkt politische und gesellschaftliche Themen aufgreifen wird. Der Wechsel folgt auf ihr Ausscheiden aus der NDR-Sendung Klar, die der Sender ohne sie fortsetzen wird. Ruhs, bekannt für ihre unmissverständlichen Positionen, wirft dem NDR vor, sie wegen ihrer angeblich "zu rechten" Haltung kaltgestellt zu haben.

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Die ausgebildete Journalistin und Politikwissenschaftlerin hat sich mit pointierten Kommentaren in großen deutschen Medien wie ARD und Bayerischem Rundfunk (BR) einen Namen gemacht. Aktuell moderiert sie die politische Dokumentationsreihe Klar für ARD und BR, doch ihre Zukunft in diesem Format ist nach der NDR-Entscheidung ungewiss. 2025 veröffentlichte sie das Buch Links-grüne Meinungsmacht: Wie unser Land gespalten wird, in dem sie ihre bürgerlich-konservative Haltung zum Ausdruck bringt – eine Position, die sie in der Nähe von FDP und CDU verortet, von der AfD jedoch deutlich distanziert.

Die 32-Jährige kritisiert den NDR für dessen mangelnde Bereitschaft, ideologische Vielfalt zuzulassen, und argumentiert, dass der Sender im Vergleich zum BR eine geringere Toleranz für abweichende Meinungen habe. Sie betont, dass die Auseinandersetzung mit kontroversen Standpunkten in öffentlichen Debatten nicht der AfD nütze, sondern vielmehr helfe, Zuschauer zurückzugewinnen, die sich von den etablierten Medien abgewandt hätten. Marion Horn, Vorsitzende der Bild-Chefredaktion, lobte Ruhs als "messerscharfe Analytikerin" mit einem "furchtlosen, ungeschönten Blick" auf die Gesellschaft. Die neue Kolumne bietet ihr eine regelmäßige Plattform, um diese Themen zu vertiefen – ihr erster Beitrag erscheint in den kommenden Wochen.

Ruhs’ Wechsel zu Bild markiert eine Wende in ihrer Karriere und gibt ihr einen prominenten Raum, um ihre Ansichten ohne die Einschränkungen zu äußern, die sie beim NDR erfahren haben will. Die Kolumne wird mindestens zweimal im Monat erscheinen und sich mit den politischen und gesellschaftlichen Debatten beschäftigen, die Deutschland heute prägen. Ihr Einstieg bei Bild folgt auf eine Phase öffentlicher Kritik an der programmatischen Ausrichtung des NDR und dessen Umgang mit der ideologischen Balance.