02 April 2026, 14:19

Jugendliche riskieren Leben auf Bahnanlagen – Gleise in Rastatt gesperrt

Vorsichtsschild an einem Bahnübergang-Zaun mit Bäumen, Strommasten, einem Gebäude, Containern, Fahrzeugen auf einer Straße und einer bewölkten Himmel.

Jugendliche riskieren Leben auf Bahnanlagen – Gleise in Rastatt gesperrt

Zwei rumänische Staatsbürger im Alter von 17 und 18 Jahren wurden am Sonntagabend dabei ertappt, wie sie unbefugt ein gefährdetes Gleisgelände betraten. Bundespolizisten entdeckten sie in einem Unterführungsbereich des Bahnhofs Rastatt. Ihr leichtsinniges Verhalten hatte schwerwiegende Folgen – von rechtlichen Konsequenzen bis hin zur vorübergehenden Sperrung von Zugstrecken.

Der Vorfall begann, als ein Zeuge meldete, mehrere Jugendliche hätten sich auf einen abgestellten Autotransportzug geklettert und seien über die Gleise gelaufen. Kurz darauf wurden die beiden von Beamten der Landes- und Bundespolizei in der Unterführung aufgefunden. Als sie die Streife bemerkten, versuchten sie zu fliehen, wurden jedoch schnell gestellt.

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Bei der Festnahme beleidigte der 17-Jährige die Beamten verbal, woraufhin ein zusätzliches Verfahren wegen Beleidigung von Vollstreckungsbeamten eingeleitet wurde. Beide müssen nun mit Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unbefugten Betretens des Bahnbereichs rechnen.

Die Lage spitzte sich zu, als die Behörden das Ausmaß der Gefahren erkannten: Das Klettern auf abgestellte Waggons bringt Menschen in lebensbedrohliche Nähe zu Oberleitungen, die mit 15.000 Volt unter Spannung stehen. Selbst ohne direkten Kontakt können Lichtbögen entstehen, die schwere Verletzungen oder sogar den Tod verursachen. Als Vorsichtsmaßnahme ließ ein Notfallmanager der Deutschen Bahn die Oberleitungen erden und die Strecke vorübergehend sperren, um mögliche Schäden zu prüfen.

Nach dem Einsatz wurde der Minderjährige an seine gesetzlichen Vertreter übergeben. Die Polizei führte zudem ein Aufklärungsgespräch über die Risiken eines solchen Verhaltens durch.

Der Vorfall führte zu Behinderungen im Bahnverkehr und hatte rechtliche Folgen für die beiden Jugendlichen. Die Behörden betonten erneut die extremen Gefahren, die vom Betreten von Bereichen mit Hochspannungsleitungen ausgehen. Ob es in den vergangenen zwölf Monaten ähnliche Fälle gab, wurde nicht bekannt gegeben.

Quelle