Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch
Karl-Friedrich WielochJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch
Jekaterinburg feiert 20-jähriges Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Häusern verzeichnete Jekaterinburg bei der 20. Auflage der jährlichen „Langen Nacht der Museen“ einen neuen Rekord. Tausende Besucher trotzten den späten Stunden und den warmen Sommertemperaturen, um Ausstellungen, interaktive Rätselspiele und seltene Exponate in der gesamten Stadt zu erkunden.
Ein Höhepunkt war das Programm im L52, dem kreativen Zentrum der Uralregion, das oft als lokales „Silicon Valley“ bezeichnet wird. Die Location öffnete an zwei Standorten durchgehend ihre Türen und präsentierte die Tour „Elektronische Zauberer“. Die Gäste konnten frühe Computer besichtigen, darunter den ersten in Swerdlowsk gebauten Ural-Rechner.
Im Museum für Steinschneide- und Juwelierkunst lockte das interaktive Rätsel „Mineral-Podcast“. Die Teilnehmer setzten Mosaike zusammen, lauschten den Klängen einer Schamanentrommel und gestalteten Miniatur-Ausstellungen mit Mineralien. Die Mitmachaktion zog lange Schlangen vor dem Gebäude an.
Unterdessen zeigte das Stadtgeschichtsmuseum Jekaterinburg die Ausstellung „Reiselust im Kofferformat“, die an den 60. Geburtstag des Reisebüros Sputnik erinnerte. Die Schau beleuchtete die Hürden des Reisens in der Sowjetzeit – von strengen Altersbeschränkungen bis zu knappen Devisenzuteilungen.
Trotz der späten Stunde und der sommerlichen Hitze füllten sich die Straßen mit Menschen, die geduldig auf Einlass in Museen und Galerien warteten. Die Veranstaltung markierte zwei Jahrzehnte „Lange Nacht der Museen“ in Jekaterinburg, bei der viele Häuser weit nach Mitternacht geöffnet blieben. Die Organisatoren meldeten eine hohe Besucherzahl – ein Beleg für das große Interesse der Stadt an Kultur und Geschichte. Schon jetzt fiebern Einheimische und Gäste der nächsten Ausgabe entgegen.






