07 June 2026, 10:19

Industrie in NRW startet 2026 mit deutlichen Umsatzrückgängen in den Schlüsselbranchen

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Industrie in NRW startet 2026 mit deutlichen Umsatzrückgängen in den Schlüsselbranchen

Industrieumsätze in Nordrhein-Westfalen zu Beginn 2026 erneut rückläufig

Im ersten Quartal 2026 sind die Industrieumsätze in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. Besonders betroffen war die Region Zentrales Niederrhein: Hier brachen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,9 Prozent ein. Die meisten Branchen verzeichneten Rückgänge, nur wenige konnten sich stabilisieren oder leicht zulegen.

In den ersten drei Monaten des Jahres gab es in fast allen Schlüsselbranchen deutliche Einbußen. Der Maschinenbau erlitt den stärksten Rückgang – die Umsätze stürzten um 20,8 Prozent ab. Auch die chemische Industrie verbuchte einen deutlichen Rückgang von 17,0 Prozent, während die Lebensmittel- und Getränkehersteller ein Minus von 11,9 Prozent hinnehmen mussten.

Zudem schwächte sich die Exportperformance spürbar ab: Die Auslandsumsätze im Zentralen Niederrhein sanken um 11,0 Prozent. Auch die Binnennachfrage gab nach – die Inlandsumsätze gingen um 8,4 Prozent zurück.

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Nicht alle Bereiche waren jedoch von Verlusten betroffen. Die Metallherstellung und -verarbeitung entwickelte sich gegen den Trend und erzielte ein leichtes Umsatzplus von 1,0 Prozent. Im Kreis Viersen fiel der Rückgang mit 5,0 Prozent zudem weniger stark aus als im übrigen Regionalvergleich. Insgesamt schrumpften die Industrieumsätze in Nordrhein-Westfalen im ersten Quartal um 3,1 Prozent.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen für die Industrie in der Region. Zwar verzeichneten Metallproduzenten leichte Zuwächse, doch die meisten Branchen – allen voran der Maschinenbau und die Chemieindustrie – mussten erhebliche Rückschläge hinnehmen. Der breite industrielle Abschwung spiegelt sowohl eine schwächere Binnen- als auch Exportnachfrage wider.

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