05 May 2026, 12:22

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsportschule Gladiator Fight Academy

Gruppe von Menschen in einem Fitnessstudio mit ausgestreckten Armen, umgeben von Fitnessgeräten und Flaschen, mit einer Spiegelwand und Deckenleuchten im Hintergrund.

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Kampfsportschule Gladiator Fight Academy

Hunderte Demonstranten versammelten sich am vergangenen Wochenende in Halle, um die Schließung eines Kampfsportstudios zu fordern, das mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung gebracht wird. Organisiert wurde die Kundgebung von der antifaschistischen Kampagne Daumen runter, die sich gezielt gegen die Gladiator Fight Academy richtete. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 170 Personen, während die Veranstalter von deutlich höheren Zahlen sprachen.

Die Proteste fanden vor Halles Hauptbahnhof statt, wo die Demonstranten Parolen wie Nazis raus aus unseren Kiezen! skandierten. Im Fokus stand die Gladiator Fight Academy, der vorgeworfen wird, als Rekrutierungs- und Vernetzungsort für rechtsextreme Extremisten zu dienen. Zum Kernteam des Studios zählen Personen mit bekannten Verbindungen in die rechtsextreme Szene.

Dazu gehört Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt. Auch Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, hat eine Schlüsselposition inne. Ein weiteres Mitglied ist Hans Krüger, Fan des Energie Cottbus und als Jugendtrainer in der Einrichtung tätig.

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Die Wut der Protestierenden wuchs weiter, nachdem die Betreiber des Studios in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet hatten. Die Veranstaltung fand in einem kommunalen Kulturzentrum statt und zog ein Publikum mit mutmaßlichen rechtsextremen Bezügen an. Die Nutzung öffentlicher Räume verstärkte die Forderungen nach einer sofortigen Schließung des Studios.

Die Demonstration unterstrich die anhaltenden Bedenken hinsichtlich rechtsextremer Aktivitäten in der Region. Lokale Aktivisten kündigten an, den Druck auf die Behörden aufrechterhalten zu wollen, um die Geschäfte des Studios zu untersuchen. Bis auf Weiteres bleibt die Gladiator Fight Academy jedoch geöffnet – doch die Rufe nach ihrer Schließung reißen nicht ab.

Quelle