Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Frankfurt droht am Geldmangel zu scheitern
Karl-Friedrich WielochHochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Frankfurt droht am Geldmangel zu scheitern
Pläne für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Mannheim–Frankfurt stehen vor ernsten Finanzrisiken
Tarek Al-Wazir, der grüne Vorsitzende des Verkehrsausschusses, hat gewarnt, dass das Projekt "massiv gefährdet" sei. Ohne die neue Strecke könnten selbst jüngste Modernisierungen anderer Verbindungen die Pünktlichkeit im gesamten Verkehrsnetz der Region nicht verbessern.
Die geplante ICE-Neubaustrecke zwischen Mannheim und Frankfurt befindet sich derzeit in der finalen Planungsphase. Bei gesicherter Finanzierung könnten die Bauarbeiten bereits 2027 beginnen. Doch die aktuellen Haushaltspläne weisen bereits für 2027 eine Lücke von rund 300 Millionen Euro auf, die bis 2029 auf 1,5 Milliarden Euro anwachsen könnte.
Die neue Strecke gilt als unverzichtbar, da die Nachfrage auf der bestehenden Riedbahn stetig steigt. Bis 2040 wird erwartet, dass der Personen- und Güterverkehr die Kapazitäten der Riedbahn an ihre Grenzen bringt. Al-Wazir betonte, dass ohne den Ausbau der Verbindung Mannheim–Frankfurt selbst kürzlich sanierte Strecken wie die Riedbahn mit Verspätungen kämpfen würden.
Trotz der Warnungen wurden bisher weder konkrete Lösungen zur Finanzierung noch gesetzliche Anpassungen vorgeschlagen. Die Zukunft des Projekts hängt nun davon ab, in den kommenden Jahren zusätzliche Mittel zu sichern.
Die Strecke Mannheim–Frankfurt bleibt entscheidend, um Engpässe zu entlasten und die Zuverlässigkeit auf wichtigen Verbindungen zu erhöhen. Sollten sich die Finanzierungslücken nicht schließen, könnte das Vorhaben ins Stocken geraten – mit der Folge, dass die bestehende Infrastruktur den künftigen Anforderungen nicht gewachsen wäre. Bisher hat der Verkehrsausschuss jedoch keine konkreten Schritte zur Bewältigung der finanziellen Herausforderungen aufgezeigt.






