Historische Kirchen und Natur: Eine Radtour durch den malerischen Niederrhein
Karl-Friedrich WielochHistorische Kirchen und Natur: Eine Radtour durch den malerischen Niederrhein
Eine malerische Radroute führt Besucher durch die Region Niederrhein – vorbei an historischen Kirchen und Sehenswürdigkeiten
Die Strecke beginnt am Knotenpunkt 38 in Schwalmtal-Amern und schlängelt sich durch idyllische Dörfer, wo Radfahrer Zeugnisse jahrhundertealter Architektur und geschützte Naturlandschaften entdecken.
Der Startpunkt liegt am KP 38 in Schwalmtal-Amern, von wo aus bald der Mühlenturm erreicht wird – ein gut erhaltener Turm aus dem 19. Jahrhundert, der an die industrielle Vergangenheit der Region erinnert. Weiter geht es zum KP 10 in Oberkrüchten, wo die St.-Martins-Kirche einen Halt lohnt: ein schlichtes barockes Gotteshaus mit einem einzigen Kirchenschiff.
Ein kleiner Umweg führt zum KP 39 in Niederkrüchten-Overhetfeld, wo die Kapelle St. Maria an den Heiden steht. Im Inneren zieht ein aufwendig geschnitzter flämischer Altar die Blicke auf sich. Nicht weit entfernt, in Niederkrüchten-Elmpt, erhebt sich die St.-Laurentius-Kirche, deren Fundamente bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.
Die Route setzt sich fort bis zum KP 65 in Schwalmtal-Dilkrath, wo die katholische Kirche St. Gertrudis das Ortsbild prägt. Die dreischiffige Backsteinbasilika hebt sich mit ihrer imposanten Gestalt von den schlichteren Bauwerken der vorherigen Stationen ab. In Brüggen lädt das Kreuzherrenkloster mit der St.-Nikolaus-Kirche ein – ein Ort mit tiefer klösterlicher Tradition.
Wer in Richtung Waldniel fährt, erreicht am KP 24 die St.-Michaels-Kirche, ein neugotisches Bauwerk aus dem Jahr 1880 mit spitzen Bögen und filigranem Steinmetzwerk. In Born hingegen thront die St.-Petrus-Kirche als eine der ältesten Stationen der Route – erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1136 und ein Jahrhundert später erweitert. Unterwegs kreuzt der Radweg auch die Happelter Heide, eine geschützte Kulturlandschaft aus Heideflächen und Wäldern, bevor die Runde schließt.
Die Radtour verbindet elf historische Kirchen und Sehenswürdigkeiten im Niederrhein. Radfahrer erleben eine Mischung aus mittelalterlicher, barocker und neugotischer Architektur, passieren ländliche Dörfer und Naturschutzgebiete. Die Strecke ist durch lokale Behörden klar ausgeschildert und lädt dazu ein, das kulturelle Erbe der Region auf zwei Rädern zu erkunden.






