Hessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen
Karl-Friedrich WielochHessen fördert Erinnerungskultur mit 150.000 Euro für den Bund der Vertriebenen
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Förderung wurde im Haus der Heimat in Wiesbaden offiziell von Innenminister Roman Poseck übergeben. Mit der Zuwendung soll die Arbeit der Organisation bei der Bewahrung der Geschichte und der Förderung des Dialogs unterstützt werden.
Der hessische Landesverband des BdV widmet sich der Organisation von Begegnungen, der Pflege kultureller Traditionen und der Schaffung von Diskussionsräumen. Er vertritt die Interessen deutscher Vertriebener und setzt sich gleichzeitig für demokratische Werte sowie eine lebendige Erinnerungskultur ein. Ein Teil der Mittel fließt in die gemeinsame Landesgeschäftsstelle, um den Betrieb zu sichern und die regionalen Gliederungen zu unterstützen.
Rose-Lore Scholz, stellvertretende Landesvorsitzende, nahm die Förderung als Zeichen des Vertrauens entgegen. Sie betonte, dass Erinnerung mehr als Worte brauche – sie benötige auch finanzielle Unterstützung. Die Mittel werden als langfristiges Bekenntnis zur Stärkung der Institutionen und zur Sicherung ihrer künftigen Arbeit verstanden.
Der Bund der Vertriebenen dokumentiert die Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Neuanfang. Die Förderung unterstreicht die Verantwortung des Landes, soziale Stabilität und historisches Bewusstsein zu wahren.
Die 150.000 Euro kommen Projekten und administrativen Aufgaben des BdV zugute. Sie festigen die Rolle der Organisation, Erinnerungen wachzuhalten und die öffentliche Auseinandersetzung zu fördern. Gleichzeitig zeigt die Förderung das Engagement Hessens, diesen Teil der deutschen Geschichte zu bewahren.






