Helios Rosmann Klinik in Breisach schließt Notaufnahme bis 2026 endgültig
Karl-Friedrich WielochHelios Rosmann Klinik in Breisach schließt Notaufnahme bis 2026 endgültig
Die Zukunft der Notfallversorgung in der Helios Rosmann Klinik in Breisach steht vor einem Wandel: Der Kreistag Breisgau-Hochschwarzwald hat seine Entscheidung bekannt gegeben. Am Montag wird das Gremium gegen einen Antrag stimmen, der die Beibehaltung der regulären und grundlegenden Notfallversorgung in der Einrichtung fordert. Hintergrund ist der Plan der Helios Kliniken, die Notaufnahme bis Januar 2026 zu schließen und den gesamten Krankenhausbetrieb bis Herbst desselben Jahres einzustellen.
Der Kreistag begründet seine Haltung damit, dass die Klinik ohne Intensivstation und ohne rund um die Uhr verfügbares Fachpersonal keine Notfallversorgung aufrechterhalten könne. Dennoch versichern die Verantwortlichen, dass alle spezialisierten medizinischen Abteilungen in der Region innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichbar blieben.
Lokale Analysen zur Gesundheitsversorgung zeigen, dass die hausärztliche Grundversorgung in Breisach das Bedarfsniveau bereits übertrifft – die Versorgungsquote liegt bei über 100 Prozent. Dennoch haben die Kassenärztliche Vereinigung und der Regionalausschuss für den Rettungsdienst aufgrund des Wegfalls der stationären Notfallversorgung zusätzlichen Handlungsbedarf identifiziert. Dieser solle jedoch nicht durch die Wiederherstellung eines vollumfänglichen Krankenhausbetriebs, sondern durch den Ausbau ambulanter Notfallstrukturen und eine bessere regionale Vernetzung gelöst werden.
Um Bedenken zu begegnen, wird die Lokale Gesundheitskonferenz zwei Runden Tische zur Zukunft der Notfall- und Grundversorgung veranstalten. Zudem unterstützt der Kreistag die Bemühungen Breisachs, das ambulante medizinische Angebot als Reaktion auf die Veränderungen auszubauen.
Die Entscheidung bedeutet, dass die Notaufnahme der Helios Rosmann Klinik Anfang 2026 schließt und der Krankenhausbetrieb im Laufe desselben Jahres vollständig endet. Der Fokus des Kreistags liegt nun darauf, die ambulante Versorgung zu stärken und durch abgestimmte regionale Maßnahmen die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern.






