Heidelberg wird zum Technologiekonzern – mit Drohnenabwehr und E-Mobilität
Karl-Friedrich WielochHeidelberg wird zum Technologiekonzern – mit Drohnenabwehr und E-Mobilität
Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) treibt im Geschäftsjahr 2025/2026 ihre Entwicklung zu einem breiter aufgestellten Technologieunternehmen voran. Das Unternehmen verzeichnete einen leichten Umsatzanstieg auf rund 2,362 Milliarden Euro – bereinigt um Währungseffekte.
HEIDELBERG hat seinen Fokus über das klassische Druckgeschäft hinaus erweitert. Besonders im Digitaldruck, vor allem im Tintenstrahlbereich, baut das Unternehmen seine Präsenz aus. Zudem positioniert es sich als Systemintegrator für Verpackungsdrucklösungen und deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette der Produktion ab – von der Idee bis zum fertigen Produkt.
Um die Zukunft zu sichern, hat der Konzern seine Kernaktivitäten in der HD Advanced Technologies GmbH gebündelt. Diese Neuausrichtung folgt einer Strategie, die auf Dual-Use-Technologien setzt und Türen zu Märkten wie Verteidigung, Sicherheit, Energie und industriellen Lösungen öffnet. HEIDELBERG hat bereits ein neues Kerngeschäft im Verteidigungssektor aufgebaut – neben seiner E-Mobilitäts-Tochter Amperfied.
Partnerschaften bleiben ein zentraler Wachstumstreiber. Die Zusammenarbeit mit Masterwork im Bereich Verpackungs-Weiterverarbeitung wurde vertieft und geht über reine Vertriebsaktivitäten hinaus. Gleichzeitig treibt das Joint Venture ONBERG – eine Kooperation mit Ondas – die Entwicklung autonomer Anti-Drohnen-Abwehrsysteme voran. Geplant ist die Industrialisierung dieser Systeme sowie der Start der Serienfertigung am Standort Brandenburg. Auf der ILA Berlin Air Show wird zudem eine neue Absichtserklärung (MoU) zwischen ONBERG und einem ukrainischen Drohnenhersteller präsentiert.
HEIDELBERG wandelt sich zunehmend zu einem diversifizierten Technologiekonzern. Das erweiterte Portfolio, strategische Allianzen und neue Geschäftsbereiche sollen die Position in verschiedenen Branchen stärken. Der Umsatzzuwachs und die strukturellen Veränderungen spiegeln diese kontinuierliche Entwicklung wider.






