Handwerk in Baden-Württemberg bangt um wirtschaftliche Stabilität bis 2026
Marika HeinzStimmung im Handwerk: Viele harren besserer Zeiten - Handwerk in Baden-Württemberg bangt um wirtschaftliche Stabilität bis 2026
Handwerksbetriebe in Südwestdeutschland kämpfen mit schwierigem Wirtschaftsklima
Unternehmen im Handwerkssektor Südwestdeutschlands stehen vor einer anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage. Zwar hoffen viele auf eine schrittweise Erholung im Jahr 2026, doch die Stimmung bleibt verhalten. Geduld und Realismus prägen die Branchenprognosen, während die Betriebe auf stabilere politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Marktnachfrage warten.
Die aktuellen Zahlen zeigen kaum Veränderungen zum Vorjahr – die Geschäftstätigkeit bewegt sich auf ähnlichem Niveau. Dennoch überwiegt in allen sieben Handwerksgruppen der Pessimismus. Mehr als ein Viertel der Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung der Lage, während nur jedes fünfte mit einer Besserung plant. Die übrige Hälfte erwartet keine nennenswerten Veränderungen.
Besonders zuversichtlich zeigen sich die Dienstleistungs- und Gesundheitshandwerke. Im Bausektor hellt sich die Stimmung leicht auf – ein seltener Lichtblick. Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags, beschreibt die Lage als "realistisch, aber geduldig" – die Betriebe warten auf deutlicherer Anzeichen einer Erholung.
Trotz der Herausforderungen gibt es Stimmen, die das Schlimmste für überstanden halten. Die Branche hofft nun auf einen moderaten Aufschwung im Laufe des Jahres 2026, auch wenn das Wachstum voraussichtlich verhalten ausfallen wird.
Handwerk in Südwestdeutschland bleibt in unsicherem Fahrwasser Mehr Unternehmen bereiten sich auf Schwierigkeiten vor als auf Gewinne – der Fokus liegt auf Stabilität. Eine nachhaltige Erholung hängt maßgeblich von einer Belebung der Märkte und vorhersehbareren politischen Weichenstellungen im kommenden Jahr ab.






