Hamburg-Berlin-Strecke nach Großsanierung wieder voll befahrbar
Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder in Betrieb gegangen. Züge verkehren nun durchgehend auf der 278 Kilometer langen Strecke – ein wichtiger Meilenstein für das Modernisierungsprojekt.
Die Arbeiten an der Strecke begannen am 1. August 2025 und umfassten rund 1.000 Mitarbeiter, die die Infrastruktur auf den neuesten Stand brachten. Der Abschnitt von Hamburg nach Hagenow Land war bereits am 15. Mai vor der vollständigen Wiedereröffnung in Betrieb genommen worden.
Die Strecke ist nun mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem (ETCS) ausgestattet und für den zukünftigen 5G-Bahnfunk vorbereitet. An den Bahnhöfen beider Städte wurden zusätzliche Servicekräfte eingesetzt, um Reisenden behilflich zu sein. Aktualisierte Fahrpläne sind über die Fahrgastinformationskanäle der Deutschen Bahn abrufbar.
Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, bezeichnete die Sanierung als das größte Vorhaben im Unternehmensprogramm bis 2036. Spezialteams patrouillieren entlang der Strecke, um mögliche Störungen schnell zu beheben. Abschließende Testfahrten könnten in den kommenden Tagen noch zu vorübergehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf einzelnen Abschnitten führen.
Fern-, Regional- und Güterzüge verkehren nun auf der gesamten Strecke. Die modernisierte Verbindung soll die Zuverlässigkeit und Kapazität für Fahrgäste und Fracht erhöhen. Zudem bilden die Aufrüstungen die Grundlage für künftige technologische Weiterentwicklungen.
