Halle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus – mehr Fläche, neue Chancen
Karl-Friedrich WielochHalle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus – mehr Fläche, neue Chancen
Die Stadtverwaltung Halle hat mit der Überarbeitung des Bebauungsplans für den Technologiepark Weinberg Campus begonnen. Die Änderungen sollen dazu beitragen, dass der Standort wettbewerbsfähig bleibt und Erweiterungen ermöglicht werden. Der ursprüngliche Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Die vorgeschlagenen Anpassungen betreffen zwei angrenzende Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße soll im Rahmen des Verfahrens neu ausgewiesen und vermarktet werden. Der Stadtrat hatte 2018 einen Antrag auf den Bau eines 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkts auf dem Campus abgelehnt.
Um den orts- und landschaftstypischen Charakter zu bewahren, werden maximale Bauhöhen von 25 Metern festgelegt. Der Lärmschutz wird strategisch im Plan verankert, wobei flächenbezogene Emissionskontingente genutzt werden. Zudem werden Produktions- und Vertriebstätigkeiten, die mit der Forschung verbunden sind, in den neuen Regelungen ausdrücklich erlaubt.
Ein Umweltbericht kommt zu dem Schluss, dass die Auswirkungen auf Klima und Luftqualität insgesamt vernachlässigbar bis gering ausfallen. Die Aktualisierungen belasten den städtischen Haushalt nicht finanziell. Die Einnahmen aus dem Verkauf aller im Plan vorgesehenen Baugrundstücke sind gesichert.
Die endgültige Entscheidung über die Veröffentlichung der Entwurfsfassung liegt beim Stadtrat. Die Abstimmung hierüber ist für den 24. Juni 2026 angesetzt. Die Änderungen zielen darauf ab, den Bebauungsplan zu modernisieren und das Wachstum des Technologieparks zu fördern.
