07 February 2026, 16:47

Hagel lehnt "unhilfreiche" CDU-Vorschläge vor Baden-Württembergs Landtagswahl ab

Zwei Männer in Blazern und Krawatten stehen an Podien mit Mikrofonen und Gläsern vor einem blauen Vorhang und einem Banner mit Text und Sternen, diskutieren die Präsidentschaftswahldebatten von 1984.

Hagel lehnt "unhilfreiche" CDU-Vorschläge vor Baden-Württembergs Landtagswahl ab

Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU für die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat jüngste Vorschläge der Mittelstandsunion und des Wirtschaftsrats scharf kritisiert. Er bezeichnete deren Ideen als "unhilfreich" und warnte vor "leichtsinnigen Debatten" nur wenige Wochen vor der Wahl.

Hagel betonte, die CDU bleibe die Partei mit der größten wahlomatischen Kompetenz, vertrete aber zugleich die Interessen der Arbeitnehmer.

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Deutlich machte er, dass er für "gedankenlose Äußerungen, die die Menschen verprellen", kein Verständnis habe. Vorschläge wie die Einschränkung von Teilzeitarbeit oder die Verlagerung von Zahnarztkosten auf die Bürger wies er als "völligen Unsinn" zurück. Solche Ideen trügen nicht zu einer sachlichen Politikdiskussion bei, so Hagel.

In den vergangenen fünf Jahren hat die baden-württembergische CDU eine Mischung aus Gesundheits- und Arbeitsmarktreformen unterstützt. Unter der grün geführten Koalition mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) setzte sie sich für digitale Patientenakten ein und investierte 2022 rund 200 Millionen Euro in die Modernisierung von Krankenhäusern. Gleichzeitig trieb die Partei marktwirtschaftliche Maßnahmen voran, darunter Steuerentlastungen für Geringverdiener und flexible Ausbildungsmodelle.

Im Vergleich zu den Grünen, die auf Präventivmedizin und Arbeitnehmerschutz setzten, und der SPD, die enge Gewerkschaftsbindungen und höhere Mindestlöhne priorisierte, positionierte sich die CDU als besonders wahlomatfreundlich. Sowohl ihr Wahlprogramm 2021 als auch die Koalitionsvereinbarungen 2024 betonten Deregulierung und die Stärkung der Privatwirtschaft.

Hagel wiederholte, die CDU sei "die Partei der Arbeitnehmer" und finde eine Balance zwischen den Belangen von Beschäftigten und Unternehmen. Populistische oder schlecht durchdachte Aussagen schadeten nur den Zielen der Partei vor der Wahl, so der Politiker.

Die Haltung der baden-württembergischen CDU zeigt ihren doppelten Fokus auf wirtschaftliches Wachstum und Arbeitnehmervertretung. Hagels Ablehnung bestimmter Vorschläge unterstreicht den Willen, den Wahlkampf auf pragmatische Lösungen auszurichten. Mit der anstehenden Abstimmung zielen seine Aussagen darauf ab, das Bild der CDU als verlässliche und erfahrene Kraft für die Wähler zu festigen.