GTime löst Debatte über faire Bezahlung von Streaming-Agenten aus
Eberhard KuhlGTime löst Debatte über faire Bezahlung von Streaming-Agenten aus
Deutscher Twitch-Streamer GTime erlebt derzeit einen steilen Aufstieg an Popularität. Gleichzeitig entzündet sich eine Debatte darüber, wie viel Content-Creator ihren Agenturen für Arbeit zahlen sollten. Auslöser der Diskussion war der Streamer Papaplatte, der für die Unterbezahlung seines ehemaligen Arbeitsagenten in die Kritik geriet und später eine Entschuldigung veröffentlichte.
Die Diskussion um die Bezahlung von Arbeitsagenten erhielt weitere Aufmerksamkeit, als GTime Details über seine eigene Vereinbarung preisgab: Sein Arbeitsagent Enno erhält ein festes Monatsgehalt von 4.800 Euro brutto – plus die Hälfte der Einnahmen des YouTube-Kanals. Dieses Modell stößt in der Streaming-Community und auf Social Media sowohl auf Kritik als auch auf Zustimmung.
Einige Twitch-Streamer und TikTok-Nutzer halten GTimes Bezahlstruktur für überzogen. Andere verteidigen sie als angemessene Anerkennung für Ennos Engagement und harte Arbeit. GTime selbst betont, dass sein Erfolg maßgeblich von der Unterstützung seines Teams abhängt – insbesondere von Ennos Beitrag.
Die grundsätzliche Debatte zeigt unterschiedliche Auffassungen zu Gehaltsgrenzen und fairer Vergütung. Ein YouTuber bezeichnete den Fall Papaplatte als Teil eines systemischen Problems, bei dem Creator die Arbeit von Arbeitsagenten oft unterbewerten. GTime spricht sich ebenfalls dagegen aus, Menschen als austauschbare Ressourcen zu behandeln, und besteht darauf, dass Leidenschaft und Einsatz angemessen belohnt werden müssen.
Obwohl es keine konkreten Daten zu durchschnittlichen Gehältern von Twitch-Arbeitsagenten in Deutschland gibt, liegen die Jahresverdienste für ähnliche Tätigkeiten im Videobereich – etwa für YouTube, TikTok oder Social Media – meist zwischen 35.000 und 55.000 Euro. Diese Zahlen spiegeln jedoch nicht die besonderen Anforderungen von Live-Streaming-Inhalten wider.
Die Diskussion über die Bezahlung von Arbeitsagenten spaltet die Streaming-Community weiterhin. GTimes Ansatz zeigt beispielhaft, wie einige Creator ihre Teams entlohnen. Gleichzeitig fehlen verbindliche Gehaltsstandards – was die Frage, was in der Branche als faire Bezahlung gilt, weiterhin offenlässt.






