05 May 2026, 22:38

"Grüne Ufer": Ein Theaterstück verbindet Liebe, Geschichte und russische Kultur in Jekaterinburg

Leuchtende Illustration auf einem alten Buchumschlag mit dem Titel "Die Musik der russischen Revolution", der einen Mann in einem weißen Gewand zeigt, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid mit Blumen, eingerahmt von einem Rahmen, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer": Ein Theaterstück verbindet Liebe, Geschichte und russische Kultur in Jekaterinburg

„Grüne Ufer“: Ein neues Theaterstück feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat das Stück „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert – eine ungewöhnliche Mischung aus Historiendrama und einer außergewöhnlichen Liebesgeschichte. Die Inszenierung verbindet das Leben eines sowjetischen Dichters der 1980er-Jahre mit dem Schicksal einer vorrevolutionären Romanzen-Sängerin, die als „Grammophon-Königin“ bekannt war. Aufgeführt wurde das Stück im privaten „Tvary“-Theater der Stadt, wo es mit seiner ambitionierten Erzählweise und herausragenden schauspielerischen Leistungen für Aufmerksamkeit sorgte.

Grundlage des Stücks ist der gleichnamige Roman von Gennadi Alexejew. Regie führte Lilia Bornaschewa, die verriet, dass Alexejew das Buch ursprünglich nach der Entdeckung des Lebens von Anastassija Wjalzewa schrieb – einer gefeierten russischen Sängerin aus der Zeit vor der Revolution. Während seiner Recherchen entwickelte der Autor eine tiefe Faszination für ihre Persönlichkeit, die schließlich das zentrale Rätsel des Romans prägte.

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Auf der Bühne entfaltet sich die Handlung als eine Liebesgeschichte, die verschiedene Epochen überspannt und durch eine unerklärliche Verbindung verbunden ist. Jelena Iwanowa übernahm die Herausforderung, neun unterschiedliche Charaktere darzustellen, und wechselte mühelos zwischen den Rollen, um die vielschichtige Erzählung zum Leben zu erwecken. Oleg Dulenkins Darstellung des Dichters erntete hingegen großes Lob – einige Zuschauer verglichen seine Performance sogar mit Alexejew selbst.

Die Verbindung historischer Figuren mit fiktionalen Elementen hat „Grüne Ufer“ zu einem Gesprächsthema in Jekaterinburgs Theaterszene gemacht. Bornaschewa beschrieb das Stück als eine Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart, in der Musik, Poesie und eine unzerbrechliche emotionale Bindung die Handlung vorantreiben.

Das Stück führt das Publikum in ein wenig bekanntes Kapitel der russischen Kulturgeschichte ein und erkundet dabei Themen wie Liebe und künstlerische Besessenheit. Die Aufführungen im „Tvary“-Theater markierten die erste Inszenierung des Werkes, wobei Iwanowas vielseitiges Spiel und Dulenkins nuancierte Darstellung einen bleibenden Eindruck hinterließen. Der Erfolg der Produktion könnte künftig weitere Adaptionen von Alexejews Werken anregen.

Quelle