11 January 2026, 00:43

Grüne fordern Jugendforum für mehr politische Mitsprache vor der Landtagswahl 2026

Eine Gruppe von Menschen, Stühle, Flaggen, Kinderstühle, Zelte und eine Tafel sind auf einer grünen Fläche mit Bäumen im Hintergrund aufgebaut.

Grüne wollen in Zukunft von jungen Menschen beraten werden - Grüne fordern Jugendforum für mehr politische Mitsprache vor der Landtagswahl 2026

Die Grünen in Deutschland setzen sich für eine stärkere Stimme junger Menschen in der Politik ein. Vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg im März 2026 hat die Partei ein neues Jugendforum vorgeschlagen, das in zentralen politischen Fragen beraten soll. Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten, unterstützt den Plan als Teil einer breiteren Initiative, um jüngere Wählerinnen und Wähler stärker einzubinden.

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Das geplante Jugendforum soll als ständige, unabhängige Beratungsinstanz fungieren. Zu seinen Aufgaben würde gehören, politische Vorhaben aus der Perspektive der jüngeren Generation zu bewerten. Thematisch könnten dabei unter anderem Alterseinschränkungen in sozialen Medien, die Wehrpflicht, Chancengleichheit und Sozialreformen zur Debatte stehen.

Die Grünen verfügen bereits über eine ähnliche Struktur im Bundestag: Der Gewerkschafts- und Sozialpolitische Rat der Partei liefert Input zu Arbeits- und Sozialfragen. Nun will die Partei dieses Modell auf die Jugendvertretung ausweiten und dabei mit bestehenden Jugendorganisationen und -gremien zusammenarbeiten.

Misbah Khan, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, betont die Notwendigkeit von mehr Teilhabe. Sie argumentiert, dass junge Menschen sich nicht von Entscheidungen ausgeschlossen fühlen dürfen, die ihre Zukunft prägen. Der Vorstoß folgt auf enttäuschende Ergebnisse bei der Bundestagswahl 2025, bei der nur zehn Prozent der 18- bis 24-Jährigen für die Grünen stimmten.

Özdemir, der sich um das Amt des Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg bewirbt, hat zudem versprochen, im Falle einer Wahl einen Jugendbeirat einzurichten. Die Partei präsentiert die Initiative als Teil ihres Engagements für langfristige Herausforderungen – im Gegensatz zu Konkurrenten, denen sie vorwirft, zukunftsorientierte Politik zu vernachlässigen.

Das Jugendforum würde den Dialog zwischen jungen Menschen und Politikern institutionalisieren. Seine Empfehlungen könnten Entscheidungen in den Bereichen Bildung, Digitalpolitik und Soziales beeinflussen. Die Grünen hoffen, mit dem Plan das Vertrauen der jüngeren Wählerinnen und Wähler vor der Landtagswahl 2026 zurückzugewinnen.