Graphic Novel zeigt 26 Jahre Folter unter Assad – ein Überlebender bricht sein Schweigen
Svenja HeringGraphic Novel zeigt 26 Jahre Folter unter Assad – ein Überlebender bricht sein Schweigen
Ein neuer Graphic Novel erzählt die erschütternde Geschichte von Akram Al Saud, einem Überlebenden der brutalen syrischen Haftlager. „Al-Fazia’: Der Schrecken“ schildert seine 26 Jahre unter dem Assad-Regime – mit Kerkerhaft, Folter und seinem Kampf um Gerechtigkeit. Das Buch ist Teil eines kanadischen Projekts, das Künstler mit Überlebenden staatlicher Gewalt zusammenbringt.
Akram Al Saud wuchs unter der Unterdrückung des Assad-Regimes auf. Als Student in Aleppo schloss er sich Protesten gegen die Regierung an. Sein Engagement führte zu vier Verhaftungen, bei denen er Folter und Demütigungen durch den syrischen Geheimdienst erlebte.
In seinen dunkelsten Stunden schwor Al Saud, sich zu widersetzen und zu überleben. Heute erhebt er seine Stimme für Gerechtigkeit, auch wenn er ein zurückhaltender Mann geblieben ist, geprägt von seinen Erfahrungen.
Der deutsche Comiczeichner Tobi Dahmen, bekannt für Werke wie „Columbusstraße“, verlieh Al Sauds Geschichte bildhafte Kraft. Der Graphic Novel nutzt einen sensiblen visuellen Stil, um das Trauma darzustellen, ohne es zu dramatisieren. Dahmens akribische Recherche stellt sicher, dass die Schilderung Al Sauds Leiden authentisch bleibt.
Das Buch erscheint zu einer Zeit, in der Menschenrechtsorganisationen über 100.000 Todesopfer in Assads Gefängnissen und Folterkammern dokumentieren. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte zeichnet seit Jahren das Ausmaß der Gewalt des Regimes auf. „Al-Fazia’: Der Schrecken“ ist nun ein Zeugnis von Al Sauds Überleben. Der Graphic Novel bewahrt seine Aussage inmitten der anhaltenden Repression in Syrien. Die Veröffentlichung unterstreicht den anhaltenden Kampf um Rechenschaft in dem Land, dessen Haftsystem weiterhin von Willkür geprägt ist.






