23 May 2026, 04:25

Gericht gibt Klara Schedlich im Streit mit Stefan Gelbhaar teilweise recht

Grüne Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

Gericht gibt Klara Schedlich im Streit mit Stefan Gelbhaar teilweise recht

Ein Hamburger Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten Schedlichs entschieden. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Aussagen, die Schedlich in einer eidesstattlichen Versicherung gegenüber dem Rundfunksender RBB gemacht hatte. Während einige ihrer Behauptungen Bestand hatten, wurden frühere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar später als unbelegt eingestuft.

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Der Streit hatte begonnen, als der RBB 2023 über mehrere #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar berichtete. Keine dieser Anschuldigungen stammte von Schedlich, die später eine eigene eidesstattliche Versicherung an den Sender übermittelte. Gelbhaar wies die Vorwürfe stets als falsch zurück. Eine spätere Untersuchung ergab, dass vielen der ursprünglichen Anschuldigungen die Beweislage fehlte, woraufhin der RBB eine öffentliche Entschuldigung veröffentlichte.

Der Rechtsstreit erreichte schließlich das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg, wo die Richter urteilten, dass Schedlich bestimmte Aussagen über Gelbhaar wiederholen dürfe. Gleichzeitig stellten die Richter fest, dass Teile der Auseinandersetzung auf widersprüchlichen Darstellungen beruhten, nicht aber auf bewiesenen Tatsachen. Die Folgen der Vorwürfe hatten Gelbhaar bereits seine sichere Nominierung für die Bundestagswahl 2024 gekostet. Im frühen Jahr 2025 schied er daraufhin aus dem Parlament aus.

Das Urteil erlaubt es Schedlich, an bestimmten Behauptungen festzuhalten, während die früheren #MeToo-Vorwürfe gegen Gelbhaar als widerlegt gelten. Seine politische Karriere endete nach dem Verlust der Wahlaufstellung und dem Ausscheiden aus dem Bundestag. Der Fall verdeutlicht die rechtlichen Komplexitäten bei strittigen Aussagen in prominenten Konflikten.

Quelle