Galeria kämpft ums Überleben – 160 Millionen Euro fehlen zur Rettung
Eberhard KuhlGaleria kämpft ums Überleben – 160 Millionen Euro fehlen zur Rettung
Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Der Händler benötigt dringend ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro, um die Insolvenz abzuwenden und seine 83 Filialen am Laufen zu halten.
Der Galeria-Chef hat bereits die Bestellungen für neue Ware in allen Standorten gekürzt. Zudem versucht die Kette durch massive Rabattaktionen, die Löhne für die 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren. Ohne das Darlehen könnten die Filialen bereits in diesem Sommer wegen fehlender Ware schließen müssen.
Das geplante 160-Millionen-Euro-Darlehen würde eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen decken. Der Sanierungsplan des Investors Gordon Brothers sieht vor, etwa 30 Filialen zu schließen, um die Kosten zu senken. Ziel ist es, die Kette bis 2028 wieder profitabel zu machen.
Branchenexperten warnen jedoch, dass selbst bei Bewilligung des Kredits das langfristige Überleben nicht garantiert sei. Scheitert die Einigung mit Gordon Brothers, dürfte dies das Ende für Galeria bedeuten. Die Zukunft der Kette hängt nun davon ab, ob das Darlehen fließt und die Sparmaßnahmen greifen. Ohne diese Hilfe könnte das Aus bereits in wenigen Monaten kommen. Die Entscheidung wird über das Schicksal tausender Arbeitsplätze und Dutzender Filialen entscheiden.
