14 April 2026, 10:21

Fünf Millionen Euro für Wasserstoffmotoren in Baumaschinen und Landtechnik

Ein großer Wasserstoff-getriebener Strahlturbinenmotor auf einer Eisenbahnschiene mit einer Person in der Nähe, vor Hügeln und einem klaren blauen Himmel.

Fünf Millionen Euro für Wasserstoffmotoren in Baumaschinen und Landtechnik

Ein neues Forschungsprojekt erforscht wasserstoffbetriebene Motoren für Baumaschinen und Landtechnik. Das vom Technologiekonzern MAHLE geführte Konsortium PoWer hat vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) rund fünf Millionen Euro an Fördergeldern eingeworben. In den kommenden drei Jahren werden Expertinnen und Experten untersuchen, wie Wasserstoff Diesel in schweren Arbeitsmaschinen ersetzen kann – ohne Kompromisse bei Effizienz und Langlebigkeit.

Am PoWer-Projekt beteiligen sich zwölf Partner, darunter große Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die DEUTZ AG, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Purem GmbH und die Liebherr GmbH. Ziel ist es, praxistaugliche Wasserstoffmotor-Lösungen zu entwickeln, die Emissionen reduzieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.

Drei Institute des KIT übernehmen dabei zentrale Aufgaben: Dr. Uwe Wagner vom Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) forscht daran, wie Wasserstoff in Motoren sicher und effizient verbrannt werden kann. Seine Arbeit soll sicherstellen, dass die Aggregate den Ansprüchen in Baumaschinen und Landtechnik gerecht werden – wo Zuverlässigkeit und Leistung entscheidend sind.

Parallel dazu untersucht Dr. Patrick Lott vom Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) des KIT Abgaskatalysatoren. Seine Forschung wird helfen, dass Wasserstoffmotoren strenge Abgasvorschriften einhalten. Ein weiterer KIT-Experte, Dr. Stefan Guth vom Institut für Angewandte Materialien – Werkstoffkunde (IAM-WK), prüft, wie sich Wasserstoff langfristig auf Motorkomponenten auswirkt. Seine Erkenntnisse fließen in die Auswahl langlebiger Materialien ein.

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Wasserstoffmotoren bieten für schwere Arbeitsmaschinen klare Vorteile: Sie arbeiten hoch effizient, stoßen weniger Schadstoffe aus als Diesel und sind auch unter extremen Bedingungen robust. Gelingt das Projekt, könnten Branchen, die auf leistungsstarke Motoren angewiesen sind, künftig auf sauberere und nachhaltigere Alternativen setzen.

Mit fünf Millionen Euro staatlicher Förderung läuft das PoWer-Projekt bis 2027. Die Forschung ebnet möglicherweise den Weg für Wasserstoffmotoren als Diesel-Ersatz in Bau und Landwirtschaft. Bei Erfolg könnte die Technologie helfen, Emissionen zu senken – bei gleichbleibender Zuverlässigkeit und Effizienz der Maschinen.

Quelle