Freilaufender Hund tötet Rehkitz bei Siegelhausen – Warnung vor Brutzeit-Gefahren
Karl-Friedrich WielochFreilaufender Hund tötet Rehkitz bei Siegelhausen – Warnung vor Brutzeit-Gefahren
Tragischer Vorfall bei Siegelhausen unterstreicht Bedeutung des Wildtierschutzes in der Brutzeit
Ein tragischer Zwischenfall in der Nähe von Siegelhausen hat die Wichtigkeit des Schutzes von Wildtieren während der Brut- und Setzzeit ins Bewusstsein gerückt. Am 9. März 2025 griff ein Mischlingshund ein junges Reh an und tötete es. Die Behörden erinnern nun daran, in den Frühlings- und Sommermonaten besonders achtsam zu sein, da in Baden-Württemberg für viele Tiere die Brut- und Aufzuchtphase beginnt.
Der Landesjagdverband Baden-Württemberg ruft Wanderer und Haustierbesitzer zur erhöhten Vorsicht auf. Einfache Vorsichtsmaßnahmen wie das Anleinen von Hunden und das Bleiben auf markierten Wegen können Schaden von schutzbedürftigen Wildtieren abwenden.
Der Vorfall ereignete sich an einem Samstagnachmittag, als der freilaufende Hund das Rehkitz jagte und tödlich verletzte. Trotz sofortiger Hilfeversuche konnte das junge Tier nicht gerettet werden. Ein Tierarzt erlöst es später von seinen Leiden, während sich der örtliche Jagdpächter um den Kadaver kümmerte.
Dem Hundebesitzer droht nun ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Die Polizei gab keine weiteren Details zum Fall bekannt, bestätigte jedoch, dass der Angriff in der Nähe von Siegelhausen stattfand.
Besonders in dieser Jahreszeit ist die Tierwelt besonders empfindlich. Das Stören von Nestern oder das Anfassen junger Tiere kann bei Muttertieren und ihrem Nachwuchs schweren Stress auslösen. Der Landesjagdverband warnt, dass selbst gut gemeinte Handlungen – wie das Versetzen eines Rehkitzes – zur Aufgabe oder Verletzung der Jungtiere führen können.
Für Rückfragen oder Meldungen steht das Polizeipräsidium Ludwigsburg unter der Telefonnummer +49 7141 18-8777 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Polizeiseite, www.polizei-bw.de.
Der Vorfall ist eine deutliche Mahnung an die Gefahren, denen Wildtiere während der Brutzeit ausgesetzt sind. Die Behörden betonen, wie wichtig verantwortungsvolles Verhalten von Hundehaltern und Naturliebhabern ist. Durch die Einhaltung einfacher Regeln – wie das Anleinen von Haustieren und das Vermeiden von Störungen – lassen sich ähnliche Vorfälle in Zukunft verhindern.






