Freiburger Frauenorganisationen fordern radikale Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen vor dem Frauentag
Svenja HeringFreiburger Frauenorganisationen fordern radikale Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen vor dem Frauentag
Frauenorganisationen im Erzbistum Freiburg fordern entschlossenere Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Vor dem Internationalen Frauentag am 8. März betonen sie den dringenden Bedarf an politischen Reformen und einem höheren öffentlichen Bewusstsein für das Thema. Ihre Forderungen kommen zu einer Zeit, in der Berichte über Femizide und digitale Gewalt in ganz Deutschland weiter zunehmen.
Die Initiativen warnen, dass Gewalt gegen Frauen nach wie vor stark unterschätzt wird. Viele Mädchen und Frauen erleben Misshandlungen innerhalb ihres eigenen sozialen Umfelds – doch solche Fälle bleiben oft unerkannt. Fast täglich kommt es in Deutschland zu Femiziden, während sexualisierte und digitale Gewalt ebenfalls ansteigen.
Am 7. März, dem Vorabend des Internationalen Frauentags, findet in Freiburg ein politischer Abendgottesdienst statt. Die Veranstaltung soll auf das Problem aufmerksam machen und konkrete Reformen vorantreiben. Zu den zentralen Forderungen gehören der Ausbau von Schutzunterkünften, stärkere Unterstützungsnetzwerke und konsequente Täterresozialisierungsprogramme. Die Organisationen heben zudem die Bedeutung besserer Schulungen für Polizei- und Justizmitarbeitende hervor. Eine erhöhte Sensibilität im Umgang mit Betroffenen wird als entscheidend angesehen. Über akute Maßnahmen hinaus fordern sie einen grundlegenden Wandel der gesellschaftlichen Einstellung – eine Haltung, die Gewalt weder duldet noch verharmlost. Ihr Engagement erstreckt sich bis hin zu landesweiten politischen Reformen.
Aktuelle Hilfsstrukturen wie Beratungsstellen und Frauenhäuser leisten zwar unverzichtbare Arbeit für Überlebende. Doch die Gruppen betonen, dass diese Angebote dringend ausgebaut werden müssen, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.
Der Appell erfolgt vor dem Hintergrund, dass geschlechtsspezifische Gewalt als direkte Bedrohung für demokratische Werte und Gleichberechtigung eingestuft wird. Ohne wirksamere Gegenmaßnahmen, so die Warnung der Organisationen, werde der Fortschritt im Schutz von Frauen weiterhin begrenzt bleiben. Nun warten ihre Vorschläge auf Reaktionen von Politik und Gesellschaft.






