Freiburg und Offenburg verzeichnen Rekordzuwachs bei Ausbildungsplätzen 2025
Marika HeinzFreiburg und Offenburg verzeichnen Rekordzuwachs bei Ausbildungsplätzen 2025
In den Regionen Freiburg und Offenburg steigt die Zahl der Ausbildungsplätze stark an. Neue Zahlen zeigen einen Anstieg der Ausbildungsverträge um 7 Prozent – das höchste Wachstum seit zwei Jahrzehnten. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen berichten lokale Behörden von stabilen Bedingungen für junge Menschen, die in den Arbeitsmarkt einsteigen.
Die Handwerkskammer Freiburg verzeichnet den größten Zuwachs an Ausbildungsverträgen seit 2004. In diesem Jahr stieg die Zahl der abgeschlossenen Verträge um 7 Prozent, wobei 27 Prozent der neuen Auszubildenden eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen. Gleichzeitig stellt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein fest, dass mittlerweile jeder fünfte Azubi aus dem Ausland kommt.
Die Nachfrage nach Auszubildenden bleibt hoch, insbesondere im Gastgewerbe und Hotelbereich, der bei den Neuabschlüssen führend ist. Dagegen kämpfen industrielle Berufe mit unbesetzten Stellen, da es häufig an passenden Qualifikationen fehlt. Auf dem Ausbildungsmarkt 2025 in Freiburg kommen fünf freie Plätze auf einen Bewerber, und auch in Offenburg übersteigt das Angebot die Nachfrage bei Weitem. Die Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft: Drei Viertel planen, ihre Auszubildenden nach der Qualifikation dauerhaft zu übernehmen. Trotz übergeordneter wirtschaftlicher Belastungen beschreiben beide Kammern in Freiburg und Offenburg die Lage als stabil.
Der Anstieg der Ausbildungsplätze deutet auf wachsendes Vertrauen in die regionale Fachkraftentwicklung hin. Mit mehr ausländischen Auszubildenden und einer hohen Übernahmequote sichern sich Unternehmen langfristigen qualifizierten Nachwuchs. Dennoch bleibt die Diskrepanz zwischen freien Stellen und geeigneten Bewerbern – vor allem in der Industrie – eine zentrale Herausforderung.






