Freiburg genehmigt 19 Kilometer neue 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung für Energiewende
Karl-Friedrich WielochFreiburg genehmigt 19 Kilometer neue 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung für Energiewende
Der Regionsrat Freiburg hat einen entscheidenden Abschnitt einer neuen 380-Kilovolt-Hochspannungsleitung genehmigt. Die Entscheidung betrifft eine 19 Kilometer lange Strecke zwischen Meißenheim und Ringsheim und wurde am 11. Juni 2026 erlassen. Das Vorhaben soll die langfristige Stromversorgung sichern, insbesondere im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien.
Die genehmigte Trasse verläuft vollständig innerhalb des bestehenden Stromkorridors. Sie führt durch Meißenheim, Schwanau, Kappel-Grafenhausen, Rust und Ringsheim und orientiert sich weitgehend an der vorhandenen Infrastruktur. Dadurch werden Eingriffe in Umwelt und Landschaft auf ein Minimum beschränkt.
Für den Bau werden 56 neue Strommasten errichtet. Die bestehende 220-Kilovolt-Leitung mit ihren 61 Masten wird zurückgebaut. Um die Auswirkungen auf die Natur auszugleichen, sind ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen.
Die Genehmigung gilt zunächst nur für den Abschnitt bis Ringsheim. Ungeklärte Fragen im südlichen Bereich führten zu einer Aufteilung des Verfahrens. Die Leitung ist Teil des übergeordneten Projekts „Netzverstärkung Oberrheintal“, das sich von Daxlanden bis Eichstetten erstreckt und von TransnetBW betreut wird. Das gesamte Vorhaben umfasst rund 120 Kilometer.
Die neue Hochspannungsleitung wird das regionale Stromnetz stärken und die Integration erneuerbarer Energien in das Netz unterstützen. Nun gehen die Bauarbeiten und ökologischen Maßnahmen im genehmigten Abschnitt in die Umsetzung.
