Forschungsprojekt InnoFuels will synthetische Kraftstoffe in Europa revolutionieren
Svenja HeringForschungsprojekt InnoFuels will synthetische Kraftstoffe in Europa revolutionieren
Ein großes Forschungsvorhaben arbeitet daran, die Produktion synthetischer Kraftstoffe in Europa zu beschleunigen. Das Projekt InnoFuels, geleitet vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), zielt darauf ab, praxistaugliche Strategien für die Hochskalierung von Power-to-Liquid-Kraftstoffen und fortschrittlichen Biokraftstoffen zu entwickeln. Mit einer Förderung von 5,24 Millionen Euro startete die Initiative im Februar 2023 und läuft bis August 2026.
InnoFuels wurde ins Leben gerufen, um die Hindernisse zu überwinden, die einer großflächigen Produktion synthetischer Kraftstoffe im Weg stehen. Dazu zählen Engpässe bei Rohstoffen, Lieferkettenstörungen und fehlende finanzielle Anreize. Das Projekt vernetzt Forschungsinstitute, Energieversorger, Hersteller und staatliche Stellen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Das Vorhaben konzentriert sich auf sieben zentrale Handlungsfelder: Produktion, Lieferketten, Markt und Regulierung, Nachhaltigkeit, Luftfahrt, Schifffahrt sowie Straßen- und Schienenverkehr. Durch die Auswertung bestehender Studien und die Initiierung neuer Projekte will InnoFuels Hemmnisse im Herstellungsprozess abbauen.
Synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien könnten die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen um bis zu 90 Prozent senken. Ziel des Projekts ist es, politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger mit klaren, umsetzbaren Strategien zu unterstützen – und so die industrielle Produktion voranzutreiben.
Das InnoFuels-Projekt endet nach 3,5 Jahren Forschung und Zusammenarbeit im August 2026. Seine Ergebnisse sollen den Ausbau synthetischer Kraftstoffe vorantreiben, die Emissionen im Verkehrs- und Industriesektor deutlich reduzieren könnten. Der Erfolg der Initiative hängt davon ab, Produktionsbarrieren zu überwinden und langfristige Investitionen zu sichern.






