Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz Fokus auf Wachstum und Automatisierung
Karl-Friedrich WielochFesto streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz Fokus auf Wachstum und Automatisierung
Festo kündigt Abbau von 1.300 Stellen in Deutschland an
Das familiengeführte Automatisierungs- und Bildungstechnikunternehmen Festo hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil einer globalen Umstrukturierung, mit der die Effizienz gesteigert und die Marktposition des Unternehmens gesichert werden soll. Trotz des Stellenabbaus bleibt Festo auf Wachstum in den Bereichen Automatisierung und nachhaltige Industrielösungen fokussiert.
Das in Esslingen ansässige Unternehmen verzeichnete für das Jahr 2025 einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent auf etwa 3,33 Milliarden Euro. Damit sind die Erlöse nun das dritte Jahr in Folge gesunken. Unternehmenschef Thomas Böck betonte die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen und warnte, dass Verzögerungen die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns schwächen könnten.
Weltweit beschäftigt Festo derzeit rund 20.600 Mitarbeiter, davon 8.200 in Deutschland. Die Stellenstreichungen sollen das Transformationsprogramm des Unternehmens finanzieren, zu dem auch die Straffung der deutschen Standorte gehört. Böck nannte globale Marktveränderungen, den wachsenden Wettbewerb aus Asien sowie geopolitische Unsicherheiten als Hauptgründe für die Restrukturierung.
Neben der Automatisierungstechnik baut Festo seine Aktivitäten in der technischen Ausbildung und der Entwicklung von Bioreaktoren aus. Das Unternehmen ist spezialisiert auf pneumatische Systeme, KI-gestützte Software und weitere industrielle Steuerungstechnologien. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Führungsrolle in diesen Bereichen zu stärken und sich gleichzeitig an die sich wandelnden Anforderungen der Branche anzupassen.
Von den Stellenkürzungen betroffen sind etwa 1.300 Beschäftigte in Deutschland. Die eingesparten Mittel sollen in die globale Transformation des Unternehmens reinvestiert werden. Festo bleibt auf Automatisierung, Bildung und nachhaltige Lösungen konzentriert, um die rückläufigen Umsätze umzukehren. Langfristig sollen die Veränderungen das Unternehmen wettbewerbsfähiger aufstellen.






