FDP in der Krise: Kubicki übernimmt Parteivorsitz ohne Gegenkandidaten
Karl-Friedrich WielochFDP in der Krise: Kubicki übernimmt Parteivorsitz ohne Gegenkandidaten
Die Freie Demokratische Partei (FDP) traf sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag – zu einem Zeitpunkt, in dem die Partei die schwerste Krise ihrer Geschichte durchlebt. Nach einer Reihe verheerender Wahlniederlagen steht nun Wolfgang Kubicki vor der Übernahme des Parteivorsitzes, ohne dass es Gegenkandidaten gäbe.
Bei der Bundestagswahl im Februar 2023 hatte die FDP einen herben Rückschlag erlitten: Mit einem Ergebnis unter der Fünf-Prozent-Hürde verlor sie alle Mandate im Bundestag. Nur zwei Monate später schied die Partei auch aus den Landtagen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus.
Wolfgang Kubicki, ehemaliger Bundestagsvizpräsident, ist mittlerweile der einzige Bewerber um den Parteivorsitz. Henning Höne, zunächst als Konkurrent im Rennen, zog seine Kandidatur zurück und wird stattdessen für den stellvertretenden Vorsitz antreten. Kubickis Wahl gilt als sicher, da sich keine weiteren Bewerber gemeldet haben.
Eine aktuelle Umfrage des Instituts Forsa unterstreicht die prekäre Lage der Partei: Zwei Drittel der Befragten glauben nicht, dass die FDP bei der nächsten Wahl wieder in den Bundestag einziehen wird.
Nun ruhen die Hoffnungen auf Kubicki, der die Partei durch ihre tiefste Krise führen soll. Sein Amtsantritt fällt in eine Phase historisch niedriger Umfragewerte und einer Serie von Wahlniederlagen. Der Parteitag in Berlin markiert den Beginn einer entscheidenden Phase für die Zukunft der Liberalen.






