FDP fordert Verdopplung der Grundschulausgaben auf 1,5 Prozent des BIP
Eberhard KuhlFDP-Vorsitzender Dürr fordert Verdopplung der Grundschulförderung - FDP fordert Verdopplung der Grundschulausgaben auf 1,5 Prozent des BIP
Die Freie Demokratische Partei (FDP) fordert eine deutliche Erhöhung der Mittel für Grundschulen. Parteichef Christian Dürr stellte den Vorschlag am 6. Januar 2026 in Stuttgart vor. Er plädierte dafür, die Ausgaben von derzeit 0,75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,5 Prozent zu verdoppeln.
Aktuell investiert Deutschland nur 0,75 Prozent seines BIP in die Grundschulbildung – und liegt damit auf dem Niveau Bulgariens, eines der Länder mit den geringsten Bildungsausgaben in Europa. Dürr verdeutlichte die Diskrepanz mit einem Vergleich zu den Nachbarländern: Norwegen gibt 2,0 Prozent aus, Dänemark 1,5 Prozent.
Der FDP-Vorsitzende betonte, dass höhere Investitionen "die bestmögliche Bildung zu Beginn des Lebens" sichern würden. Zudem wies er darauf hin, dass die Finanzierung des Anstiegs nur einen kleinen Teil der Sondervermögen der Bundesregierung erfordern würde – etwa ein Zwanzigstel der verfügbaren Mittel. Nach Dürrs Plan würde das deutsche Grundschulbudget damit das aktuelle Niveau Dänemarks erreichen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die seit langem bestehende Unterfinanzierung der frühen Bildung im Land zu beheben.
Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, stiege Deutschlands Grundschulausgaben auf 1,5 Prozent des BIP. Die Erhöhung würde das Land näher an das Investitionsniveau der nordischen Staaten heranführen. Laut Dürr ließen sich die zusätzlichen Mittel aus bestehenden Bundesreserven decken.






