EY Deutschland wächst trotz Wirecard-Folgen und Restrukturierung leicht um 2,3 Prozent
Karl-Friedrich WielochEY wächst trotz Wirecard-Sanktionen leicht - EY Deutschland wächst trotz Wirecard-Folgen und Restrukturierung leicht um 2,3 Prozent
EY Deutschland verzeichnet moderaten Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2024/25 – trotz Umstrukturierung und regulatorischer Hürden
Trotz anhaltender Restrukturierungsmaßnahmen und regulatorischer Herausforderungen hat EY Deutschland für das Geschäftsjahr 2024/25 ein leichtes Umsatzplus gemeldet. Das Wachstum betrug 2,3 Prozent, womit der Konzern einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Euro erzielte. Einige Geschäftsbereiche wurden jedoch zurückgefahren.
Das Unternehmen laboriert weiterhin unter einem Verbot, bis März 2026 neue Prüfungsaufträge für öffentlich bedeutsame Unternehmen in Deutschland anzunehmen. Diese Sanktion folgte auf die Verstrickung von EY in den Wirecard-Skandal und schränkt die Expansionsmöglichkeiten in bestimmten Dienstleistungssegmenten ein.
Die Steuerberatung blieb der umsatzstärkste Bereich des Unternehmens, gefolgt von den Sparten Consulting und Wirtschaftsprüfung. Der Verkauf schwächer performender Geschäftseinheiten bremste jedoch das Gesamtwachstum. Henrik Ahlers, Vorsitzender der EY-Deutschland-Geschäftsführung, räumte zwar schwierige Marktbedingungen ein, führte den Umsatzzuwachs aber auch auf die Umstrukturierungsbemühungen zurück. Zudem verwies er auf den Vorschlag der Allianz SE, EY ab 2027 als Abschlussprüfer zu beauftragen – ein mögliches Signal für künftiges Wachstum. Gewinndaten für den Berichtszeitraum wurden nicht veröffentlicht.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Ahlers optimistisch und nannte Investitionen in die Transformation sowie neue Mandate als Treiber für eine beschleunigte Expansion. Das Geschäftsjahr von EY läuft von Juli bis Juni, sodass die aktuellen Zahlen den Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 abdecken.
Trotz regulatorischer Einschränkungen und Umbruchs bleibt das Umsatzwachstum von EY Deutschland verhalten. Die Fokussierung auf die Steuerberatung sowie anstehende Aufträge – etwa von der Allianz – könnten die Performance im kommenden Jahr prägen. Details zu den Gewinnen im Geschäftsjahr 2024/25 wurden nicht bekannt gegeben.






