Erzbischof Burger fordert mehr Gemeinschaft in gespaltener Gesellschaft
Svenja HeringErzbischof Burger fordert mehr Gemeinschaft in gespaltener Gesellschaft
Erzbischof Stephan Burger hat zu mehr Mut beim Aufbau von Gemeinschaft aufgerufen, während sich die Spaltungen in der Gesellschaft vertiefen. Bei der Neujahrsbegegnung des Erzbistums Freiburg warnte er vor wachsenden Spannungen und forderte einen inklusiveren Ansatz. Seine Äußerungen fallen in eine Phase umfassender Umstrukturierungen des Erzbistums im Rahmen des Programms Kirchenentwicklung 2030.
Burger verwies auf ein zunehmend von Feindseligkeit, hitzigen Debatten und steigendem Antisemitismus geprägtes gesellschaftliches Klima. Er kritisierte eine Sprache, die Konflikte als unversöhnlich darstellt, da sie den demokratischen Dialog untergrabe. Stattdessen setzte er sich für Synodalität ein – ein Modell, das auf Zuhören, Teilhabe und gemeinsame Verantwortung basiert, sowohl innerhalb der Kirche als auch in der gesamten Gesellschaft.
Der Erzbischof ging auch auf interne Veränderungen ein, darunter die Schaffung von 36 neuen Pfarrgemeinden. Die Initiative Kirchenentwicklung 2030 bezeichnete er als mehr als eine bloße Verwaltungsreform. Zwar blieben Details zur Leitung der Gemeinden noch offen, doch betonte Burger die Notwendigkeit einer langfristigen Perspektive. In seiner Rede hob er die Bedeutung globaler Solidarität hervor und verwies auf die 40-jährige Partnerschaft des Erzbistums mit der Kirche in Peru. An der Veranstaltung nahmen Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kirche teil, darunter Freiburgs Oberbürgermeister und Universitätsvertreter.
Burgers Aufruf zur Einheit erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Polarisierung und Reformbedarf. Die Umstrukturierung des Erzbistums und der Fokus auf Synodalität spiegeln das Bestreben nach stärkerer Einbindung wider. Gleichzeitig unterstreichen die langjährigen internationalen Verbindungen das Engagement für Zusammenarbeit über lokale Grenzen hinaus.






