Ampelmännchen im neuen Licht - Sesamstraße-Duo in Hamburg - Ernie und Bert leuchten ab Dienstag an Hamburger Ampeln auf
Hamburg bringt bekannte Gesichter an seine Ampeln – Ernie und Bert ab Dienstag im Einsatz
Diese Woche erhält Hamburg zwei vertraute Gesichter an seinen Fußgängerampeln: Ernie und Bert, die beliebten Figuren aus der Sesamstraße, werden ab Dienstag an zwei Kreuzungen der Stadt zu sehen sein. Damit folgt die Hansestadt einem bundesweiten Trend, bei dem klassische Ampelmännchen durch lokale Ikonen und Kulturfiguren ersetzt werden.
Die deutsche Fassung der Sesamstraße wird seit über 50 Jahren vom NDR produziert – Ernie und Bert sind hierzulande längst zu Kultfiguren geworden. In Hamburg gesellen sie sich zu anderen ungewöhnlichen Ampelmotiven, darunter ein Wikinger in Haddeby, Komiker Otto Waalkes in Emden und das Petermann-Gespenst in Schwerin.
Auch andere Städte setzen auf kreative Lösungen: Wuppertal führte bereits 2017 eigene Sesamstraße-Figuren ein, in Kassel leuchtet ein Dackel, und in Mölln ist ein Hamster zu sehen. Bremen zeigt die Bremer Stadtmusikanten, und an mehreren Orten signalisieren gleichgeschlechtliche Paare den Fußgängern Grün. Ein rechtlicher Einspruch gegen diese inklusiven Symbole in Hildesheim wurde als unzulässig abgewiesen. Bundesweit gibt es mittlerweile über 50 ungewöhnliche Ampelfiguren in rund 30 Städten – mal mit lokalem Bezug wie dem Igel in Quedlinburg oder der Maus in Mühlhausen, mal verspielt wie die Marienkäfer in Bochum oder die Pinguine in Osnabrück.
Die neuen Hamburg-Ampeln mit Ernie und Bert gehen am Dienstag an zwei Kreuzungen in Betrieb. Sie reiht sich ein in die wachsende Liste individueller Signale, die regionale Identität und Kultur widerspiegeln. Der Trend hält unvermindert an – und wahrscheinlich werden bald weitere Städte eigene Figuren einführen.






