Elisabeth Seitz wird Mutter: Vom Turnstar zum Familienglück nach Paris-Absage
Svenja HeringElisabeth Seitz wird Mutter: Vom Turnstar zum Familienglück nach Paris-Absage
Elisabeth Seitz, Deutschlands erfolgreichste Turnerin, hat einen Jungen zur Welt gebracht. Die ehemalige Europameisterin teilte die freudige Nachricht auf Instagram mit Fotos ihres Neugeborenen, ihres Partners und des winzigen Babyfüßchens. Die Ankündigung folgt auf ihr überraschendes Karriereende im vergangenen Jahr – bedingt durch die Schwangerschaft.
Seitz prägte den deutschen Turnsport über ein Jahrzehnt lang wie keine andere. Mit 26 nationalen Titeln und einem Europameistertitel am Schwebebalken sicherte sie sich zudem den dritten Platz bei den Weltmeisterschaften in derselben Disziplin. Zu ihren größten Erfolgen zählten drei Olympiateilnahmen und sieben Olympische Finals.
Ihre Karriere nahm jedoch ein jähes Ende bei den Europameisterschaften 2023 in Leipzig. Bereits mit einer Schulterverletzung kämpfend, erklärte sie mitten im Wettbewerb ihren Rücktritt, nachdem sie von ihrer Schwangerschaft erfahren hatte. Dadurch verpasste sie die Weltmeisterschaften in Antwerpen, bei denen die deutsche Mannschaft ohne sie die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris verfehlte. Verletzungen hatten ihre letzten Jahre überschattet: 2023 riss sie sich die Achillessehne – ein endgültiges Aus für ihre Paris-Träume. Zuvor hatte eine Schulterverletzung sie bereits daran gehindert, ihren Titel bei den Meisterschaften zu verteidigen. Trotz dieser Rückschläge blieb sie eine der gefeiertsten Athletinnen Deutschlands. Nun hat Seitz den Schritt ins Mutterglück gewagt. Auf Instagram beschrieb sie ihre überwältigende Freude und Liebe zu ihrem Sohn – der Beginn eines neuen Lebensabschnitts nach einer glanzvollen Karriere.
Ihr Rücktritt hinterlässt eine Lücke im deutschen Turnsport. Dass die Mannschaft in Paris nicht dabei ist, unterstreicht ihren unersetzlichen Einfluss auf die Sportart. Währenddessen hat Seitz nach Jahren im Spitzensport und einem Kampf gegen Verletzungen nun ihre Prioritäten neu gesetzt: die Familie steht jetzt im Mittelpunkt.






