29 December 2025, 22:34

Dramen und Triumphe beim Stuttgarter Reitturnier mit ungewisser Zukunft

Ein Reiterwettbewerb mit vielen Teilnehmern auf Pferden, Bäumen, einer Wand, einem Bildschirm und Fahnen im Hintergrund auf einer grünen Wiese unter einem klaren Himmel.

Stechen ohne deutsche Reiter: Greve wins Grand Prix - Dramen und Triumphe beim Stuttgarter Reitturnier mit ungewisser Zukunft

Dramatische Überraschungen beim Stuttgarter Reitturnier am Wochenende

Das Stuttgarter Reitturnier bot am Wochenende hochdramatische Momente mit Überraschungen in Dressur und Springreiten. Eine deutsche Reiterin sicherte sich einen Podestplatz in der Dressur, während der Große Preis für Olympiasieger Christian Kukuk mit einem frühen Ausscheiden endete. Unterdessen stehen die Veranstalter vor Unsicherheiten, nachdem ein wichtiger Sponsor nur wenige Tage vor dem Turnier seine Unterstützung zurückzog.

In der Dressur schrieb Charlotta Rogerson Geschichte, indem sie mit Bonheur de La Vie den ersten Schweizer Sieg in Stuttgart seit 1986 errang. Sie setzte sich knapp gegen Rodrigo Giesteira Almeida mit Karonia durch, der Zweiter wurde. Der lokale Favorit Moritz Treffinger holte mit Fiderdance den dritten Platz und sorgte damit beim heimischen Publikum für Jubel.

Im Großen Preis erlebten die deutschen Reiter ein Wechselbad der Gefühle. Der Olympische Goldmedaillengewinner von Paris, Christian Kukuk, schied nach einem unnötigen Fehler frühzeitig aus, während Richard Vogel nach einem abgerissenen Sprung auf Platz 20 landete. Willem Greve sicherte sich den Sieg mit Pretty Woman van’t Paradijs – kein deutscher Teilnehmer qualifizierte sich für das Stechen. Der Schwede Peder Fredricson komplettierte mit Alcapone des Carmille das Podium.

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Abseits der Bahn bestätigten die Veranstalter, dass das Stuttgarter Turnier seinen Weltcup-Status mindestens bis 2027 behält. Doch der kurzfristige Rückzug eines Hauptsponsors stellt die Finanzierung auf eine harte Probe. Das ebenfalls auf den Green Eagle Golf Courses ausgetragene German Masters im Golf bleibt davon unberührt – Amundi bleibt nach einer erfolgreichen Austragung 2025 bis 2026 an Bord. Für das Reitturnier jedoch steht noch kein neuer Geldgeber fest, was Sorgen um die Zukunft über die aktuelle Saison hinaus schürt.

Die Zukunft des Turniers hängt nun davon ab, bis 2027 neue Sponsoren zu gewinnen. Zwar bleibt der Weltcup-Status erhalten, doch der Verlust eines großen Förderers erhöht den Druck auf die Organisatoren. Für die Reiter bot der Wettbewerb herausragende Leistungen – auch wenn die deutschen Springreiter nach einem enttäuschenden Wochenende auf Besserung hoffen.