DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Karl-Friedrich WielochDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. Der DGB plant, bis Ende des Monats konkrete Vorschläge vorzulegen.
Der DGB argumentiert, dass die betriebliche Altersvorsorge als Ergänzung gedacht sein und zumindest teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden sollte. In den meisten europäischen Ländern liegen die verpflichtenden Rentenbeiträge bei 20 Prozent oder mehr, wobei die Arbeitgeber in der Regel den größeren Anteil tragen. Die Gewerkschaft hält dieses Modell für fair und im Vergleich zu anderen Ländern keineswegs überzogen.
Für Unternehmen ohne Tarifbindung schlägt der DGB vor, Beschäftigte unter einfachen Bedingungen in bestehende Vorsorgesysteme einzubeziehen. Die Organisation ist bereit, Tarifverträge auszuhandeln, um sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer profitieren. Allerdings rechnet sie mit Widerstand, da viele Betriebe unter finanziellen und wirtschaftlichen Zwängen stehen.
Der DGB besteht darauf, dass Arbeitgeber die Verantwortung für die betriebliche Altersvorsorge mit tragen müssen. Eine vollständige Belastung der Beschäftigten kommt für die Gewerkschaft nicht infrage.
Ziel des DGB-Vorschlags ist es, die Versorgungslücke für Millionen Arbeitnehmer ohne betriebliche Altersvorsorge zu schließen. Sollte der Plan umgesetzt werden, müssten Arbeitgeber gemeinsam mit den Beschäftigten Beiträge leisten. Die Gewerkschaft wird die genauen Details noch vor Monatsende präsentieren.






