Deutschlands Apotheken kämpfen mit alternder Belegschaft und Fachkräftemangel
Karl-Friedrich WielochDeutschlands Apotheken kämpfen mit alternder Belegschaft und Fachkräftemangel
Deutschlands Apothekenbelegschaft altert rasant – fast ein Drittel der Apotheker ist 56 oder älter
Neue Zahlen zeigen: Das Durchschnittsalter in öffentlichen Apotheken ist auf 48,4 Jahre gestiegen. Dieser Trend spiegelt die allgemeine Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wider, wo ältere Beschäftigte eine immer größere Rolle spielen.
Eine detaillierte Auswertung der Daten offenbart, dass 2024 bereits 13,5 Prozent der Apotheker zwischen 56 und 60 Jahre alt sind. Weitere 6,5 Prozent sind 66 oder älter und arbeiten damit über das übliche Renteneintrittsalter hinaus. Junge Fachkräfte sind dagegen unterrepräsentiert: Nur 10,7 Prozent sind unter 30, und 12,5 Prozent gehören zur Altersgruppe der 31- bis 35-Jährigen.
Besonders ausgeprägt ist der Alterungstrend bei Apothekenleitern – ihr Durchschnittsalter liegt bei 53,6 Jahren. Dies passt ins Gesamtbild des deutschen Arbeitsmarktes, wo mittlerweile 24 Prozent aller Erwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahre alt sind – der höchste Anteil in der EU. Vor allem die Generation der Babyboomer prägt weiterhin die Beschäftigungsstatistiken.
Prognosen zufolge werden bis 2039 rund 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer die gesetzliche Altersgrenze von 67 Jahren überschritten haben. Diese Entwicklung wirft Fragen zur künftigen Personaldecke in Schlüsselsektoren auf, darunter auch im Gesundheitswesen.
Die Zahlen verdeutlichen eine klare demografische Herausforderung für den Apothekensektor in Deutschland. Angesichts eines schrumpfenden Nachwuchses drohen Engpässe, sofern nicht gezielt an der Gewinnung und Bindung von Fachkräften gearbeitet wird. Gleichzeitig unterstreicht der Trend die volkswirtschaftlichen Folgen einer alternden Belegschaft im gesamten Land.






