22 March 2026, 12:24

Deutscher erhält falschen Bußgeldbescheid aus Frankreich – Identitätsdiebstahl im Spiel

Ein pinker Ticket mit der Aufschrift "Union des Commercants de Caudebec-les-Elbeuf" auf einem weißen Hintergrund.

Deutscher erhält falschen Bußgeldbescheid aus Frankreich – Identitätsdiebstahl im Spiel

Ein Deutscher, der nur als Herr S. bekannt ist, erhielt aus Frankreich einen Bußgeldbescheid für ein Auto, das er gar nicht besitzt. In dem Schreiben wurde ihm vorgeworfen, zu schnell gefahren zu sein und eine unbezahlte Mautgebühr zu schulden. Ermittlungen deuten darauf hin, dass seine Identität durch Phishing gestohlen wurde, wodurch Betrüger ein Fahrzeug auf seinen Namen anmelden konnten.

Ursprünglich wurde eine Strafe von 70 Euro gefordert, doch bei Nichtzahlung könnte das Bußgeld auf bis zu 180 Euro steigen. Zudem droht laut französischer Vorschriften eine Nachforderung der Maut in Höhe von bis zu 375 Euro. Herr S. reagierte umgehend: Er erstattete Anzeige bei der Polizei und sperrte seine Online-Ausweisfunktion über die Hotline 116 116.

Das Projekt "Gerechtigkeit ohne Grenzen", das von europäischen Organisationen finanziert wird, bietet in solchen Fällen kostenlose Unterstützung an. Seit 2023 hat es bereits 1.900 Anfragen bearbeitet und über 700 Erstberatungen durchgeführt. Das Team rät Betroffenen, die Schreiben nicht zu ignorieren, warnt jedoch gleichzeitig davor, unberechtigte Forderungen zu begleichen.

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Um Betrug vorzubeugen, empfiehlt das Projekt, Kopien des Personalausweises nur dann digital zu versenden oder hochzuladen, wenn es absolut notwendig ist. Zudem sollte das Dokument zur zusätzlichen Sicherheit mit einem Wasserzeichen versehen werden. Betroffene sollten den Bescheid genau auf Fehler prüfen und bei Unstimmigkeiten offiziell Widerspruch einlegen.

Herr S. ist mit diesem Problem nicht allein – wie viele ähnliche Fälle es in Deutschland gibt, ist jedoch unklar. Die Initiative "Gerechtigkeit ohne Grenzen" hilft weiterhin Opfern von grenzüberschreitendem Betrug. Ihre Ratschläge unterstützen Betroffene dabei, betrügerische Forderungen anzufechten und gleichzeitig ihre persönlichen Daten zu schützen.

Quelle