Denzlingen setzt auf Solarstrom für Klimaziele und lokale Energieversorgung
Marika HeinzDenzlingen setzt auf Solarstrom für Klimaziele und lokale Energieversorgung
Denzlingen plant neues Solarprojekt zur Erreichung der Klimaziele
Die Gemeinde Denzlingen will mit einem großen Photovoltaik-Projekt am Stadion an der Stuttgarter Straße einen Beitrag zur Erfüllung ihrer Klimaschutzziele leisten. Die endgültige Entscheidung über das Vorhaben fällt im Mai 2026 im Rahmen eines Landeswettbewerbs für klimaneutrale Initiativen, über den der Gemeinderat abstimmen wird.
Die geplante Solaranlage soll als erhöhte Überdachung am Eingang des Fußballstadions und des Fernwärmekraftwerks errichtet werden. Mit einer Fläche von etwa 482 Quadratmetern wird die Anlage eine Leistung von rund 110 Kilowattpeak (kWp) erbringen. Der erzeugte Strom soll das Wärmenetz sowie den nahegelegenen Schulcampus versorgen.
Um Platz für die Konstruktion zu schaffen, müssen am Stadioneingang mehrere Bäume gefällt werden. Die Bauarbeiten sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein. Im Haushalt 2026 sind bereits 100.000 Euro für das Projekt eingeplant. Während die Gemeinde die Kosten für Solarmodule, Wechselrichter und Netzanschluss selbst tragen muss, übernimmt das Land 90 Prozent der Ausgaben für die tragende Konstruktion.
Aufgrund der engen Förderfrist bis Februar 2027 erhält die Bauverwaltung die Befugnis, Aufträge ohne zusätzliche Genehmigungen zu vergeben. Das Projekt ist Teil des Landeswettbewerbs „Vorreiterkommunen auf dem Weg zur Klimaneutralität“, der lokale Nachhaltigkeitsbestrebungen unterstützen soll.
Falls genehmigt, wird die Solarüberdachung einen wichtigen Schritt auf Denzlingens Weg zur Klimaneutralität darstellen. Der erzeugte Strom kommt direkt der örtlichen Infrastruktur zugute, darunter das Wärmenetz und die Schule. Die endgültige Entscheidung des Gemeinderats wird für Dienstag, den 12. Mai 2026, erwartet.






