CSU-Politiker glänzen bei Fastnacht-Gala mit mutigen Kostüm-Botschaften
Eberhard KuhlCSU-Politiker glänzen bei Fastnacht-Gala mit mutigen Kostüm-Botschaften
Politiker der CSU tauschten bei der diesjährigen Fastnacht-in-Franken-Gala in Veitshöchheim ihre Anzüge gegen aufwendige Kostüme – und nutzten die Verkleidungen für mutige Botschaften, mal verspielt, mal mit deutlichem politischen Unterton.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gab mit einem Braveheart-Kostüm den Ton an und setzte damit seine Tradition auffälliger Verkleidungen beim jährlichen Karnevalsfest fort.
Söder erschien als schottischer Freiheitskämpfer William Wallace aus Braveheart – eine Wahl, die an seine früheren Kostüme erinnerte, die oft bayerischen Widerstand gegen zentrale Autoritäten andeuteten. In den Vorjahren hatte er sich bereits als Elvis Presley, Shrek, Punk mit Irokesenschnitt und als Gandalf aus Herr der Ringe präsentiert – jedes Mal mit Diskussionen über regionale Identität verbunden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt setzte auf eine humorvollere Note und verkleidete sich als Lucky Luke, den Comic-Cowboy. Mit der typischen Haartolle und einer Banane im Holster statt eines Revolvers blieb er dem Original treu.
Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, nutzte ihr Kostüm für ein politisches Statement: Als Suffragette mit einem Band mit der Aufschrift "Wahlrecht für Frauen" warb sie für mehr weibliche Repräsentation in der Politik. Die Verkleidung passte zur Kampagne "Bayern ruft", die Frauen ermutigen soll, für politische Ämter zu kandidieren.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär widmete sich Umweltthemen: Mit türkisfarbenen Lidern und einem Fischernetz als Accessoire lenkte sie die Aufmerksamkeit auf die Weltmeere. Das Kostüm unterstrich ihr Engagement für den Meeresschutz.
Die Gala zeigte erneut, wie CSU-Politiker die Fastnacht nutzen, um Humor mit politischen Botschaften zu verbinden. Söders Braveheart-Auftritt festigte seinen Ruf für symbolträchtige Gesten, während Aigners Suffragetten-Kostüm die laufenden Bemühungen um mehr Frauen in der bayerischen Politik unterstrich. Die Mischung aus Satire und ernsthaften Themen spiegelte die traditionelle Rolle des Festes im kulturellen und politischen Kalender der Region wider.






